Die wichtigsten Fakten
  • Stevia wird immer hĂ€ufiger als alternativer SĂŒĂŸstoff zur Saccharose genutzt, die vielen auch als ĂŒblicher Haushaltszucker bekannt ist. Schließlich enthĂ€lt Stevia kaum Kalorien und ist trotzdem etwa 300 Mal sĂŒĂŸer als handelsĂŒblicher Zucker.
  • Der SĂŒĂŸstoff wird ĂŒber ein chemisches Extraktionsverfahren aus einer Pflanze namens „ Stevia rebaudiana Bertoni “ gewonnen. Obwohl Steviolglykoside zwar auf einem natĂŒrlichen Rohstoff basieren, dĂŒrfen sie deswegen nicht als natĂŒrlicher SĂŒĂŸstoff bezeichnet werden.
  • Der Schweizer Botaniker MoisĂ©s Bertoni hat die Pflanze im Jahr 1887 in Paraguay entdeckt und dank des paraguayischen Chemikers Ovidio Rebaudi wurde 1900 ermittelt, dass es sich bei Steviolglykosiden um eine neue Substanz handelte. Einige Jahre spĂ€ter wurde die Pflanze zu Ehren der Entdecker nach ihnen umbenannt.

🔎 Übersicht der oben aufgefĂŒhrten Produkte


#1: Steviago - Stevia Pulver Extrakt

Steviago - Stevia Pulver Extrakt Steviago - Stevia Pulver Extrakt
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Dieses Produkt ĂŒberzeugt mit einer hohen Reinheit und Ergiebigkeit. Es enthĂ€lt 100 Prozent Stevia, wovon ganze 97 Prozent Rebaudiosid A sind. Bei Rebaudiosid A handelt es sich um ein Steviolglykosid, das sich in den BlĂ€ttern der Steviapflanze befindet.

Der Hersteller betont, dass das Pulver nur einen leichten Nachgeschmack hat, der fĂŒr Stevia typisch ist. Aufgrund des hohen Anteils an Rebaudiosid A sollte der Geschmack dieses Produktes ĂŒberzeugend sein.

Dieses QualitĂ€tsprodukt von Steviago enthĂ€lt keine FĂŒllstoffe und wird mit einem zusĂ€tzlichen Messlöffel geliefert. Das Stevia Pulver weist etwa eine 450-fache SĂŒĂŸkraft von Zucker auf und ist deshalb viel ergiebiger.

Es enthĂ€lt kaum Kalorien und kann deswegen eine geeignete Zuckeralternative fĂŒr Diabetiker und diejenigen sein, die einfach weniger Kalorien konsumieren wollen. Laut Herstellerangaben ist das Pulver sogar zahnfreundlich und soll die Bildung von Plaque hemmen.

Vorteile

  • starke SĂŒĂŸkraft
  • enthĂ€lt kaum Kalorien
  • eignet sich zum Backen
  • ist ergiebig

Nachteile

  • leicht bitterer Nachgeschmack
  • ungewohnte Dosierung

#2: Welz Care - SweetCare Kristall-Zucker mit Erythrit und Stevia

Welz Care - SweetCare Kristall-Zucker mit Erythrit und Stevia Welz Care - SweetCare Kristall-Zucker
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Der kalorienfreie Kristall-Zucker von Welz Care soll eine optimale Alternative zu Xylit sein und eignet sich besonders fĂŒr Low Carb DiĂ€ten. Laut Herstellerangaben kann man das Produkt bestens zum Backen und Kochen nutzen, da es eine universelle Zuckeralternative ist.

Außerdem lĂ€sst sich der SweetCare Zuckerersatz auch in fertigen Speisen verarbeiten und weist eine gute Löslichkeit auf, weswegen man ihn auch in GetrĂ€nke mischen und sich unter anderem an seiner zahnfreundlichen Eigenschaft erfreuen kann.

Welz Care betont, dass der Zuckerersatz keinen bitteren oder metallischen Nachgeschmack aufweisen soll. Der ökologische Kraftpapierbeutel ist ein weiterer Vorteil dieses Produktes und wird in Deutschland hergestellt.

Vorteile

  • universeller Zuckerersatz
  • angenehmer Geschmack
  • nachhaltige Verpackung
  • gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis

Nachteile

  • enthĂ€lt den FĂŒllstoff Erythrit

#3: VITA NATURA Energie & Wohlbefinden - FlĂŒssiges Stevia

VITA NATURA Energie & Wohlbefinden - FlĂŒssiges Stevia VITA NATURA - FlĂŒssiges Stevia
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Dieses Stevia Fluid basiert auf den Steviolglykosiden, die aus der Steviapflanze gewonnen werden. Da es ein SĂŒĂŸstoff in flĂŒssiger Form ist, kann man ihn besonders prĂ€zise dosieren und gut lagern.

Die FlĂŒssigkeit wird nĂ€mlich in einer medizinischen Braunflasche abgefĂŒllt, die ApothekenqualitĂ€t aufweist. Laut Produktangaben eignet sich der flĂŒssige Zuckerersatz auch fĂŒr Diabetiker, da er nahezu kalorienfrei ist.

Außerdem ist das flĂŒssige Stevia nicht kariogen und kommt den ZĂ€hnen daher, im Gegensatz zu herkömmlichem Zucker, zugute. Der Geschmack wird vom Hersteller als eine neutrale und vollmundige SĂŒĂŸe bezeichnet.

Deswegen kann man das Stevia Fluid universell einsetzen, um zum Beispiel HeißgetrĂ€nke, Desserts, MĂŒslis, kalte GetrĂ€nke, Quark, Obst oder Joghurt zu sĂŒĂŸen. Da Steviolglykoside bis zu 200°C hitzebestĂ€ndig sind, kann man sie natĂŒrlich auch zum Kochen und Backen nutzen.

Falls man Probleme mit dem Produkt haben sollte, bietet der Hersteller praktischerweise eine Zufriedenheitsgarantie an, sodass man das Produkt innerhalb von 30 Tagen umtauschen oder sich den Kaufpreis komplett zurĂŒckerstatten lassen kann.

Vorteile

  • enthĂ€lt keine unnötigen ZusĂ€tze
  • prĂ€zise Dosierung

Nachteile

  • das BehĂ€ltnis ist aus Plastik

#4: Stevi Stevia - Steviosid Extrakt Pulver

Stevi Stevia - Steviosid Extrakt Pulver Stevi Stevia - Steviosid Extrakt Pulver
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Das kalorienarme Pulver von Stevi Stevia ist ein geeigneter Ersatz fĂŒr gewöhnlichen Weißzucker. Da Stevia nach der Einnahme nicht verstoffwechselt wird und nahezu kalorienfrei ist, betont der Hersteller, dass das Pulver nicht zu einer Gewichtszunahme fĂŒhren kann.

Aufgrund der starken SĂŒĂŸkraft von Stevia ist das Pulver sehr ergiebig. Steviolglykoside können nĂ€mlich bis zu 300 Mal sĂŒĂŸer als herkömmlicher Haushaltszucker sein, weswegen man sehr sparsam mit der Verwendung des Pulvers vorgehen sollte.

Das SĂŒĂŸungsmittel kann zum Verfeinern von Desserts, HeißgetrĂ€nken oder anderen Speisen genutzt werden. DarĂŒber hinaus bietet sich natĂŒrlich auch die Anwendung zum Kochen oder Backen an.

Wer eine dauerhafte Alternative zu Zucker sucht, der kann in Stevia einen zahnfreundlichen Zuckerersatz finden, der die Bildung von Karies laut Produktangaben in gewisser Weise mindern soll.

Auch fĂŒr Diabetiker soll das Produkt geeignet sein, da es den Blutzuckerspiegel nicht erhöhen soll. Der Hersteller betont, dass es sich um reines Stevia Pulver und somit ein Naturprodukt handelt, das frei von unnötigen ZusĂ€tzen sowie FĂŒllstoffen ist.

Vorteile

  • sehr starke SĂŒĂŸkraft
  • ergiebiges Produkt
  • enthĂ€lt keine FĂŒllstoffe

Nachteile

  • herber Nachgeschmack

#5: Daforto - Stevia Tabs NachfĂŒllpackung

Daforto - Stevia Tabs NachfĂŒllpackung Daforto - Stevia Tabs NachfĂŒllpackung
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Bei dieser Zuckeralternative von Daforto handelt es sich um Stevia in Form von kleinen Tabletten, die besonders einfach dosiert werden können. Sie bestehen zu 98 Prozent aus Rebaudiosid A und enthalten zudem auch Bicarbonat, Erythritol, Sodium, WeinsÀure und Magnesiumstearat.

Diese NachfĂŒllpackung mit Stevia Tabs dient zum AuffĂŒllen des 500er-Spenders, der ebenfalls von Daforto stammt.

Vorteile

  • einfache Dosierung
  • gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis
  • sehr geringer Nachgeschmack

Nachteile

  • Tabs lösen sich in kalten GetrĂ€nken etwas langsamer auf

#6: Almitas - Stevia Tabs ohne Erythrit

Almitas - Stevia Tabs ohne Erythrit Almitas - Stevia Tabs ohne Erythrit
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Die Stevia Tabs von Almitas werden in Deutschland hergestellt, wobei die Inhaltsstoffe der Tabs auch aus Frankreich stammen können. Dadurch soll ein möglichst hoher QualitĂ€tsstandard erzielt werden, der die Nutzer der Stevia Tabs ĂŒberzeugen soll.

Die Stevia Tabs von Almitas werden in Deutschland hergestellt, wobei die Inhaltsstoffe der Tabs auch aus Frankreich stammen können. Dadurch soll ein möglichst hoher QualitĂ€tsstandard erzielt werden, der die Nutzer der Stevia Tabs ĂŒberzeugen soll.

Almitas verzichtet auf den Zusatz von anderen SĂŒĂŸungsmitteln wie Erythrit, Fruktose oder Laktose. Das Produkt eignet sich daher auch fĂŒr Diabetiker und ist sowohl low-carb als auch vegan. In HeißgetrĂ€nken lösen sich die Tabletten innerhalb kĂŒrzester Zeit auf.

In kalten GetrĂ€nken erfordert das Auflösen der Tabs entsprechend mehr Zeit. FĂŒr die richtige Dosierung sollte man wissen, dass eine Tablette etwa einem Teelöffel gewöhnlichem Zucker entspricht.

Viele Anwender von Stevia Tabs berichten, dass sie anfÀnglich nicht die richtige Dosierung finden können, weswegen man zu Beginn einfach etwas experimentieren sollte.

Vorteile

  • kein Nachgeschmack
  • die Tabs enthalten keine anderen SĂŒĂŸstoffe
  • lösen sich in warmen GetrĂ€nken sehr schnell auf

Nachteile

  • sind nicht so ergiebig wie Stevia Pulver

#7: borchers - Stevia Kristall mit Erythrit

borchers - Stevia Kristall mit Erythrit borchers - Stevia Kristall mit Erythrit
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Die kristalline SteviasĂŒĂŸe von Borchers ĂŒberzeugt sowohl mit ihrer QualitĂ€t als auch mit ihrer SĂŒĂŸkraft. Laut Herstellerangaben besteht die StreusĂŒĂŸe ĂŒberwiegend aus Rebaudiosid A, das ein hochwertiges Steviol-Glycosid ist.

Der Zuckerersatz enthĂ€lt den FĂŒllstoff Erythrit, sodass eine Ă€hnliche Verwendung wie mit herkömmlichem Haushaltszucker möglich ist. Der Unterschied ist, dass die kristalline SteviasĂŒĂŸe kaum Kalorien enthĂ€lt, aber dennoch die gleiche SĂŒĂŸkraft erbringt.

In den Produktangaben beschreibt der Hersteller Borchers den Geschmack seines Produktes als angenehm sĂŒĂŸ. Es kann zum SĂŒĂŸen von Desserts, Joghurts, Obst sowie anderen Speisen genutzt werden.

DarĂŒber hinaus bietet sich natĂŒrlich auch die Anwendung zum Backen und Kochen an, da man die StreusĂŒĂŸe wie normalen Zucker verwenden kann.

Vorteile

  • feine Konsistenz
  • ideal zum Backen
  • kein bitterer Nachgeschmack
  • befindet sich im wiederverschließbaren Beutel

Nachteile

  • hoher Kaufpreis

đŸŒ± Was ist Stevia?


Was ist Stevia?

Der Name des SĂŒĂŸstoffes lĂ€sst sich auf die Steviapflanze zurĂŒckfĂŒhren, die ihren Ursprung in Paraguay bzw. SĂŒdamerika hat. Mittlerweile wird die Pflanze auch in Argentinien, Brasilien, Indien, Kolumbien und Vietnam angebaut.

Bereits seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts ist die SĂŒĂŸkraft der Pflanze bekannt. Sie wird auch als SĂŒĂŸ- oder Honigkraut bezeichnet und schon seit Jahrhunderten von den sogenannten GuaranĂ­-Indianern in Paraguay als Heilpflanze verwendet. [1][2]

Der SĂŒĂŸstoff besteht hauptsĂ€chlich aus den sogenannten Steviolglykosiden, die aus der Steviapflanze extrahiert werden. Darunter fallen grĂ¶ĂŸtenteils  Rebaudiosid A und bis zu zehn weitere Steviolglykoside. [3]

Der genaue Anteil der jeweiligen Steviolglykoside ist stark abhĂ€ngig von der Pflanzensorte sowie ihrem Anbaugebiet. Schließlich gibt es etwa 150 verschiedene Stevia-Arten, die zur Gattung der KorbblĂŒtler gehören und sich durch ihre sĂŒĂŸen BlĂ€tter auszeichnen.

Jedoch zĂ€hlt die „ Stevia rebaudiana Bertoni“  zu der Pflanzenart mit den sĂŒĂŸesten BlĂ€ttern. In ihren BlĂ€ttern finden sich nĂ€mlich große Mengen an sĂŒĂŸen Bestandteilen, die man als Steviolglykoside bezeichnet.

Jedes sogenannte Steviolglykosid weist einen einzigartigen SĂŒĂŸegrad auf. Dieser Grad kann circa 150-300 Mal sĂŒĂŸer als herkömmlicher Zucker sein. [4]

Der große Unterschied von Stevia zu herkömmlichem Zucker ist, dass es frei von Kalorien ist. Außerdem soll Stevia den Blutzuckerspiegel nicht erhöhen und keinen Kariesbefall der ZĂ€hne begĂŒnstigen. [5]

Es ist nicht verwunderlich dass die Beliebtheit von Stevia nicht nur bei Verbrauchern, sondern auch bei der Lebensmittelindustrie gestiegen ist. In Japan ist Stevia schon seit Mitte der 1970er Jahren zulassungsfrei auf dem Markt.

Rechtslage in der EU

In Europa wurden Steviolglykoside erst am 14. November 2011 durch die EuropĂ€ische Kommission als neue SĂŒĂŸstoffe zugelassen. Deswegen ist die Zuckeralternative gerade einmal seit dem 2. Dezember 2011 im gesamten EU-Raum erhĂ€ltlich. [6]

In Deutschland wird die Steviapflanze an der UniversitĂ€t in Hohenheim bereits seit dem Jahr 1998 ausfĂŒhrlich erforscht. Die folgenden Informationen und Recherchen zu der Rechtslage bezĂŒglich Stevia in Europa stammen ursprĂŒnglich von der UniversitĂ€t.

Denn dort beschÀftigen sich Experten schon seit mehreren Jahren mit der Thematik von Stevia und stellen interessante Fakten dar, die man als potentieller Konsument von Steviolglykosiden definitiv kennen sollte.

https://www.uni-hohenheim.de/

Die Zulassung von Stevia hat ĂŒber 20 Jahre in Anspruch genommen, weil zwischen der EU-Kommission, der SĂŒĂŸstoff- und Lebensmittelindustrie sowie diversen Organisationen lange Auseinandersetzungen und Unstimmigkeiten geherrscht haben.

Nichtsdestotrotz wurden die SĂŒĂŸstoffe der Steviapflanze nach einigen Versuchen, die bereits in den 1980er Jahren erfolgten, auf dem europĂ€ischen Markt zugelassen. Als SĂŒĂŸstoff wird Stevia gemĂ€ĂŸ des Lebensmittelgesetzes zu den Lebensmittelzusatzstoffen gezĂ€hlt.

Bevor Lebensmittelzusatzstoffe genutzt werden dĂŒrfen, werden sie grĂŒndlich auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit geprĂŒft. Ob der SĂŒĂŸstoff vollkommen kĂŒnstlich hergestellt ist oder auf einem natĂŒrlichen Rohstoff basiert, wird hierbei gĂ€nzlich außer Acht gelassen.

Solange ein Lebensmittelzusatzstoff nicht im Interesse der Verbraucher ist, darf er nicht zugelassen werden. [7]

Daher hat der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU-Kommission lange nach aussagekrÀftigen Studien gefordert, die zur BestÀtigung der gesundheitliche Unbedenklichkeit von Steviolglykosiden dienen sollten.

Da die Konzerne Coca Cola und Cargill im Jahr 2007 eine Partnerschaft abgeschlossen haben und gemeinsam Steviolglykoside weltweit vermarkten wollten, haben beide Konzerne im Jahr 2008 eine toxikologische Untersuchung vornehmen lassen.

Diese Untersuchung zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Steviolglykosiden wurde jedoch nur fĂŒr ihr gemeinsames Produkt namens „ Rebiana“ durchgefĂŒhrt und schließlich der EU-Kommission vorgelegt.

Im April des Jahres 2010 wurde dann ein Gutachten der EuropÀischen Lebensmittelbehörde (EFSA) zu der vorgelegten Studie veröffentlicht.

Darin wird die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Steviolglykosiden auf eine maximale Tagesdosis von 0-4 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. [8]

Anfang 2011 hat die EuropĂ€ische Lebensmittelbehörde jedoch ein verbessertes Gutachten veröffentlicht, da sich herausgestellt hat, dass viele Verbraucher die maximale Tageshöchstdosis (auch ADI-Wert genannt) von Stevia schnell ĂŒberschreiten können. [9]

In diesem Gutachten beschÀftigte sich die EFSA mit der vermuteten Aufnahme von Steviolglykosiden durch bestimmte Lebensmittel wie Limonaden, Desserts etc. von verschiedenen Verbrauchergruppen.

Hierbei zeigte sich, dass die maximale Tageshöchstdosis (ADI-Wert) von Steviolglykosiden sehr schnell ĂŒberschritten werden kann, wenn sie sich lediglich auf 4 mg/kg belĂ€uft.

WĂŒrde man nĂ€mlich ausschließlich Lebensmittel konsumieren, die zwar mit der erlaubten Höchstmenge an Steviolglykosiden gesĂŒĂŸt sind, dann könnte bei Erwachsenen trotzdem eine tĂ€gliche Aufnahmemenge von 14 mg/kg und bei Kindern 17mg/kg erreicht werden.

Daher drĂ€ngte die Lebensmittelindustrie, dass die EU-Kommission die Höchstmenge von Steviolglykosiden in Lebensmitteln erhöht. Doch die EFSA kann sich aufgrund der Rechtslage nur auf die verfĂŒgbaren Dokumente stĂŒtzen und darauf ihr Gutachten basieren.

Solange also die Hersteller von Steviolglykosiden keine aussagekrĂ€ftigen Langzeitstudien mit einer deutlich erhöhten Dosierung ihres SĂŒĂŸstoffes durchfĂŒhren, kann die EFSA definitiv keinen höheren ADI-Wert ermitteln, der besser zur modernen ErnĂ€hrungsweise passen wĂŒrde.

Dementsprechend hat die EU-Kommission die Höchstmenge von Stevia in Lebensmitteln stark eingedĂ€mmt, um zugunsten des Verbraucherschutzes das Risiko der mehrfachen Überschreitung des derzeit festgelegten ADI-Wertes zu verringern. [10]

Ferner gibt es auch eine Stellungnahme des Bundesamtes fĂŒr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (ALS) hinsichtlich der Bezeichnung und Darstellung von Steviolglykosiden. [11]

Demnach dĂŒrfen die SĂŒĂŸungsmittel keineswegs als „ natĂŒrlich“ bezeichnet werden, selbst wenn sie aus einem natĂŒrlichen Ursprung entstammen. Dies hĂ€ngt mit ihrem chemischen Herstellungsprozess zusammen, der in diesem Ratgeber noch genauer erlĂ€utert wird.

Außerdem mĂŒssen sich die Hersteller an die rechtsverbindliche Bezeichnung des SĂŒĂŸungsmittels aus der Steviapflanze halten, die „Steviolglykoside“ lautet.

Sollte ein Produkt lediglich als Stevia bezeichnet werden und in unmittelbarer NĂ€he kein Hinweis auf die Steviolglykoside vorhanden sein, dann ist dies fĂŒr Verbraucher sehr irrefĂŒhrend. Es reicht also nicht aus, wenn die Kennzeichnung ausschließlich in der Zutatenliste zu finden ist.

Überblick wichtiger Daten

  • Herkunft: Stevia rebaudiana Bertoni stammt ursprĂŒnglich aus Paraguay.
  • Entdecker: Der Botaniker MoisĂ©s Bertoni und der Chemiker Ovidio Rebaudi sind fĂŒr die Entdeckung Stevias im 20. Jahrhundert bekannt.
  • Besonderheit: Stevia wird von der indogenen Bevölkerung in Paraguay und Brasilien bereits seit Jahrhunderten als SĂŒĂŸstoff verwendet.
  • Herstellung: Durch ein chemisches Extraktionsverfahren werden die Steviolglykoside aus der Pflanze gewonnen.
  • SĂŒĂŸe: Stevia ist bis zu 300 Mal sĂŒĂŸer als handelsĂŒblicher Haushaltszucker.
  • Kalorien: Der SĂŒĂŸstoff ist kalorienfrei und weist eine glykĂ€mische Last von 0 auf.
  • Dosierung: Es wird eine maximale Tageshöchstdosis von 0-4 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen.
  • Zulassung: Seit November 2011 wurde der SĂŒĂŸstoff von der EU-Kommission auf dem europĂ€ischen Markt zugelassen.

🔬 Wie gesund ist Stevia?


Stevia Wirkung

GrundsĂ€tzlich ist Stevia ein SĂŒĂŸstoff, der fast keine Kalorien enthĂ€lt. Wenn man also seine tĂ€gliche Kalorienaufnahme reduzieren will, dann könnte diese Eigenschaft des SĂŒĂŸstoffes ein möglicherweise sehr ansprechender Aspekt sein.

Bislang ist die Forschung noch nicht weit genug, um zu beweisen, ob Stevia tatsĂ€chlich gesundheitsfördernd ist oder nicht. Man vermutet, dass die Wirkung des kalorienlosen SĂŒĂŸstoffes auf die Gesundheit des Menschens abhĂ€ngig von der Tageszeit und der eingenommenen Menge sein soll.

Wer an Diabetes leidet, soll durch die Nutzung von Stevia seinen Blutzuckerspiegel besser unter Kontrolle halten können, wie eine Studie aus dem Jahr 2010 zeigt. [12]

An der Studie nahmen 19 gesunde und schlanke sowie 12 fettleibige Probanden und Probandinnen teil. Als Ergebnis stellte sich raus, dass dank Stevia der Insulin- und Glukosespiegel der Teilnehmer gesenkt werden konnte.

Trotz der geringeren Kalorienaufnahme durch den SĂŒĂŸstoff wurden die Studienteilnehmer nach dem Essen ausreichend satt. Hierbei sollte jedoch bedacht werden, dass die Studie in einer laborĂ€hnlichen Umgebung und nicht in dem typischen Umfeld eines Menschen stattfand.

Laut einer anderen Studie, die im Jahr 2009 durchgefĂŒhrt wurde, soll man dank Steviablatt Pulver seinen Cholesterinspiegel besser in den Griff bekommen können. [13]

Die Studienteilnehmer haben einen Monat lang tĂ€glich 400 Milliliter Stevia-Extrakt eingenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass durch die Einnahme von Stevia das LDL-Cholesterin („ schlechtes“ Cholesterin) und die Triglyceride ohne negative Nebenwirkungen gesenkt werden konnten.

Ferner wurde sogar das HDL-Cholesterin („gutes “ Cholesterin) im Körper erhöht. Ob eine geringere und gelegentliche Einnahme von Stevia Ă€hnliche Auswirkungen haben könnte, ist noch nicht klar.

Jedoch wĂŒrde die Einnahme einer so hohen Menge wie in der Studie nicht empfehlenswert sein, da sie wahrscheinlich den festgelegten ADI-Wert der EU-Kommission maßlos ĂŒberschreiten wĂŒrde.

Abgesehen davon sollte man wissen, dass Steviolglykoside genauso chemisch wie synthetische SĂŒĂŸstoffe (z.B. Aspartam, Acesulfam und Cyclamat) sind. Obwohl sie zwar aus der natĂŒrlichen Steviapflanze stammen, erfolgt ihre Verarbeitung auf eine chemische Weise.

Daher handelt es sich bei dem Endprodukt auch im kein natĂŒrliches Produkt. Laut dem Experten Dr. Udo Kienle, der als Agrarwissenschaftler an der UniversitĂ€t Hohenheim tĂ€tig ist, wird ĂŒbrigens ein Großteil der kĂŒnstlichen SĂŒĂŸstoffe in China hergestellt.

Wer sich also gesund ernĂ€hren will, der sollte eher die allgemeine Reduzierung des Konsums von SĂŒĂŸstoffen in ErwĂ€gung ziehen, anstatt nach einem Zuckerersatz zu suchen. Dennoch weisen Steviolglykoside auch einige Eigenschaften auf, die durchaus als positiv erachtet werden können.

Trotzdem sollte man unbedingt auf eine regelmĂ€ĂŸige Einnahme von Stevia, die 0-4 mg/kg ĂŒberschreitet, zugunsten seiner Gesundheit verzichten. Denn bislang sind die Auswirkungen eines höheren Konsums von Steviolglykosiden nicht genau abgeklĂ€rt.

Solange keine aussagekrÀftigen Langzeitstudien von Steviolglykosiden vorgelegt und von der EU-Kommission begutachtet werden, sollte man sehr verantwortungsvoll und sparsam mit der Dosierung von Stevia umgehen.

đŸ‘šâ€đŸ‘©â€đŸ‘Š Darf jeder Stevia verwenden?


Darf jeder Stevia verwenden?

Obwohl die EU-Kommission eine bestimmte Tageshöchstdosis von Steviolglykosiden festgelegt hat, deuten einige Untersuchungen darauf hin, dass bestimmte Personengruppen besonders vorsichtig im Umgang mit dem SĂŒĂŸstoff sein sollten.

Denn der SĂŒĂŸstoff kann unterschiedliche EinflĂŒsse auf bestimmte Gruppen nehmen, die entweder aufgrund gesundheitlicher GrĂŒnde oder des Alters der jeweiligen Konsumenten unter UmstĂ€nden auftreten können.

Vorteilhaft bei Diabetes?

Im Gegensatz zu Haushaltszucker enthĂ€lt Stevia kaum Kalorien, weswegen der Blutzuckerspiegel nur gering bzw. kaum beeinflusst werden soll, was vermeintlich vorteilhaft fĂŒr Diabetiker sein sollte.

Jedoch gibt es schon seit lĂ€ngerem Diskussionen ĂŒber den Einsatz von Stevia bei Diabetikern. Denn der SĂŒĂŸstoff soll das Körpergewicht negativ beeinflussen können, indem es bestimmte Signale an das Gehirn senden soll.

Diese Signale sollen das Auftreten einer gesteigerten Esslust begĂŒnstigen und somit auch die Nahrungsaufnahme steigern. Diese Ergebnisse seien auf eine Studie aus dem Jahr 1988 zurĂŒckzufĂŒhren.

Ob es sich hierbei einfach um eine veraltete Studie oder einen ernstzunehmenden Hinweis handelt, sollte man selbst entscheiden.

Wer dennoch Stevioglykoside konsumieren möchte, sollte sich unbedingt an die empfohlene Höchstgrenze der EuropĂ€ischen Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit halten. Die festgelegte Tageshöchstmenge liegt bei 0-4 mg Stevia pro Kilogramm Körpergewicht.

Sicher genug in der Schwangerschaft?

FĂŒr die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Stevia wĂ€hrend einer Schwangerschaft gibt es noch keine ausreichend ĂŒberzeugenden Hinweise. Einige Versuche sollen jedoch Nahe legen, dass der SĂŒĂŸstoff eine Schwangerschaft oder die Fruchtbarkeit nicht negativ beeinflussen soll. [14]

Im Zweifelsfall sollte man lieber auf den SĂŒĂŸstoff Stevia verzichten und den Zuckerkonsum im Allgemeinen wĂ€hrend der Schwangerschaft reduzieren. Denn Zucker kann sich negativ auf die auf die Gesundheit des ungeborenen Kindes auswirken.

Die Forscher der Queen Mary University in London haben nÀmlich herausgefunden, dass ein zu hoher Zuckerkonsum wÀhrend der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die ungeborenen Kinder im Laufe ihres Lebens Asthma oder Allergien entwickeln. [15]

Bisher zeigten Studien nĂ€mlich nur, dass ein zu hoher Zuckerkonsum von Kindern selbst das Risiko fĂŒr Allergie- oder Asthmaentwicklungen erhöht. Nun scheinen auch Schwangere fĂŒr die spĂ€tere Gesundheit ihres Kindes verantwortlich zu sein.

Auch fĂŒr Kinder geeignet?

Viele Hersteller preisen, dass man durch die Verwendung von Stevia den herkömmlichen Zuckerkonsum von Kindern reduzieren kann. Schließlich ist eine hohe Aufnahme von Zucker bekanntermaßen nicht empfehlenswert fĂŒr Kinder.

Doch wenn man Stevia als Alternative bei Kindern einsetzen möchte, dann sollte man unbedingt darauf achten, dass die festgelegte Tageshöchstdosis von 0-4 mg des SĂŒĂŸstoffes pro Kilogramm Körpergewicht eingehalten wird.

Diese Tagesdosis wird von der EuropĂ€ischen Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit sowohl fĂŒr Kinder als auch Erwachsene empfohlen.

🍮 Darreichungsformen


Stevia Pulver
Stevia Pulver

Stevia ist ĂŒberwiegend in Pulverform erhĂ€ltlich. Stevia Pulver sollte aus 100% Steviolglykosiden mit 98% Rebaudiosid A Anteil bestehen.
Stevia BlÀtter
Stevia BlÀtter

Stevia BlĂ€tter erhĂ€ltlich im Handel eignen sich optimal als Badezusatz oder als natĂŒrliches Heilmittel bei Wunden.
Stevia FlĂŒssig
Stevia flĂŒssig

FlĂŒssiges Stevia eignet sich optimal zum SĂŒĂŸen von GetrĂ€nken oder zum Backen.
Stevia Lebensmittel
Stevia Lebensmittel

In einigen Lebensmittel (z.B. Stevia Schokolade, Coca Cola mit Stevia) wird der SĂŒĂŸstoff schon als Zuckerersatz verwendet.
Stevia Tabletten
Stevia Tabletten

Stevia Tabletten werden meistens mit Magnesiumstearat zu Tabletten gepresst. Optimal zum SĂŒĂŸen von GetrĂ€nken.

🌿 Stevia Pflanze


Stevia Pflanze

Stevia rebaudiana (Eupatorium rebaudianum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Stevien (Stevia) und wird auch SĂŒĂŸ- oder Honigkraut genannt.

Die Steviapflanze wÀchst in ihrer Heimat mehrjÀhrig und meidet jegliche Art von Frost. Stevia ist ein typischer Flachwurzler. Das bedeutet, dass das Wurzelsystem sehr fein ist und die Wurzeln nur wenig ineinander verzweigt sind.

Das sogenannte Honigkraut erreicht eine Wuchshöhe von ca. 60 - 100 cm. Außerdem zeichnet sich die Steviapflanze durch lange, grĂŒne und relativ große Blatter aus. In diesen BlĂ€ttern finden sich zahlreiche DrĂŒsen mit dem SĂŒĂŸstoff.

Der SĂŒĂŸstoff wird mit der Zeit nach außen abgegeben. Die BlĂŒten von Stevia sind weiß und relativ unspektakulĂ€r.

Herkunft

UrsprĂŒnglich stammt die Stevia rebaudiana Bertoni aus dem Hochland von Amambay in Paraguay. Dort wurde die Pflanze bereits seit Jahrhunderten von den ansĂ€ssigen GuaranĂ­-Indianern zum SĂŒĂŸen genutzt. [16]

Die Stevia rebaudiana Bertoni ist nur eine von etwa 150 verschiedenen Stevia-Arten, die ihren Ursprung allesamt auf dem amerikanischen Kontinent finden. Hierbei erstreckt sich das Verbreitungsgebiet von Nordargentinien bis in den SĂŒdwesten der USA. [16]

Herstellung des SĂŒĂŸstoffes

Um die Steviolglykoside zu herzustellen, kommt ein chemisches Extraktionsverfahren mit Aluminiumsalzen zum Einsatz. Daher kann man das Endprodukt dieser Herstellung, also die Steviolglykoside, nicht als einen natĂŒrlichen SĂŒĂŸstoff bezeichnen.

Wer genauere Details zu der Herstellung von Stevia betrachten will, der sollte in den Artikel aus dem Terrafair-Magazin aus der Schweiz blicken. [17]

Einige Hersteller von Stevia versuchen ihre Steviolglykoside als einen SĂŒĂŸstoff mit „Bio-QualitĂ€t“ zu vermarkten. Beim Hinblick auf die Herstellung sollte es nicht fragwĂŒrdig sein, weshalb der Begriff der „Bio-QualitĂ€t“ vollkommen unpassend ist und nicht der Wahrheit entspricht.

Wenn Stevioglykoside mit einer vermeintlichen Bio-QualitĂ€t in Verbindung gebracht werden, dann handelt es sich um eine TĂ€uschung und gezielte IrrefĂŒhrung des Verbrauchers. [18]

đŸŒ± Wie baut man Stevia selbst an?


Wie baut man Stevia selbst an?

Wer die frischen BlĂ€tter der Steviapflanze zum SĂŒĂŸen verwenden will, der kann die Stevia rebaudiana auch ganz einfach selbst anbauen. Man kann zwischen dem Anbauen mit Keimlingen oder Stecklingen wĂ€hlen.

Wenn man sich bei der Haltung der Pflanze an einige Hinweise hÀlt, kann man sich an einer optimal gedeihenden Steviapflanze erfreuen.

Variante 1: Keimlinge

Vorarbeit: Bodenloch in ein AnzuchtgefĂ€ĂŸ oder einen Joghurtbecher bohren und mit Anzuchterde fĂŒllen.

  • Die Stevia-Samen sollten vorsichtig auf die OberflĂ€che gelegt und leicht in die Erde gedrĂŒckt werden.
  • Die Samen sollten keinesfalls mit Erde bedeckt werden, da es sich bei ihnen um sogenannte Lichtkeimer handelt.
  • Im Anschluss kann man die Erde befeuchten und das AnzuchtgefĂ€ĂŸ bzw. den Joghurtbecher mit Folie bedecken.
  • Um die Bildung von Schimmel zu vermeiden und vorzubeugen, sollte man bei der Bedeckung einen BelĂŒftungsspalt lassen.
  • Die optimale Keimtemperatur der Stevia-Samen liegt bei etwa 23 Grad Celsius.

Variante 2: Stecklinge

Vorarbeit: Die Stecklinge (Triebe, die noch ohne Knospen oder BlĂŒten sind) sollten wĂ€hrend der Vegetationsperiode von der Mutterpflanze abgeschnitten werden.

  • Um Quetschungen an der Pflanze oder den Stecklingen zu vermeiden, sollten beim Abtrennen unbedingt scharfe Schneidewerkzeuge verwendet werden.
  • Nach dem Abtrennen von der Mutterpflanze sollten die unteren zwei bis vier BlĂ€tter der Stecklinge entfernt werden.
  • Danach kann man die Stecklinge in ein Glas mit Wasser stellen.
  • Im Anschluss sollte man sie mit einem Folienbeutel bedecken, um ein Ă€hnliches Klima wie in einem GewĂ€chshaus zu kreieren.
  • Die Stecklinge sollten an einem hellen, windgeschĂŒtzten und warmen Ort gestellt werden. So bilden die Stecklinge sehr schnell Wurzeln und können zu gesunden und krĂ€ftigen Steviapflanzen heranwachsen.

Pflege

Steviapflanzen lieben Licht, WĂ€rme und NĂ€sse. Deswegen sollte man die Stecklinge unbedingt an einen sonnigen Platz stellen. Dabei sollte man stets darauf achten, dass die Pflanze mit genĂŒgend Wasser versorgt wird.

Über die Wintermonate sollte man die Pflanzen in einen frostfreien Raum stellen, da sie keinen Frost vertragen. WĂ€hrend der Winterzeit befindet sich die Pflanze in der sogenannten Vegetationspause.

Ernte

HierfĂŒr werden die sogenannten Triebspitzen der Pflanze einfach abgeknipst, was Ă€hnlich wie bei der Ernte von BasilikumblĂ€ttern ist.

Verarbeitung der BlÀtter

Die BlĂ€tter können nun entweder im frischen oder im getrockneten Zustand zum SĂŒĂŸen von Tees genutzt werden. Bei Tees oder anderen AufgĂŒssen können die BlĂ€tter problemlos frisch hineingegeben werden.

FĂŒr eine optimale SĂŒĂŸe sollte man sie etwa zehn Minuten ziehen lassen. Abgesehen davon kann man die BlĂ€tter auch fein schneiden und beim Kochen verwenden. Zermahlt man die BlĂ€tter hingegen in einem Mörser, so kann man sie auch beim Backen nutzen.

đŸȘ Rezepte mit Stevia


Stevia Rezepte

Steviolglykoside können den Haushaltszucker in vielen Bereichen ersetzen. Daher kann man den SĂŒĂŸstoff sowohl bei Speisen als auch GetrĂ€nken verwenden. Bereits eine Prise Stevia-Pulver entspricht etwa einem Teelöffel Haushaltszucker.

Deswegen ist Stevia eine beliebte Möglichkeit zum SĂŒĂŸen von:

  • Kaffee oder Tee
  • hausgemachter Limonade
  • heißen oder kalten MĂŒslis
  • Smoothies
  • ungesĂŒĂŸtem Joghurt

Ansonsten kann der SĂŒĂŸstoff auch zum Backen verwendet werden. Man sollte jedoch bedenken, dass das GebĂ€ck eventuell einen Geschmack aufweisen kann, der an Lakritze erinnert. Schließlich ist dieser Geschmack typisch fĂŒr Steviolglykoside.

Karottenkuchen

  • 6 Eigelb
  • 6 Eiweiß, steif geschlagen
  • 300 g Karotten, geschĂ€lt, fein gerieben
  • 300 g HaselnĂŒsse, gemahlen
  • 100 g Weizenmehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zimtpulver
  • 1 EL Stevia, Pulver, weiß, 5-fach
  • 1 Becher Schokoglasur, dunkel
  • 1 Pck. Vanillinzucker
  • Fett, fĂŒr die Form
  • Semmelbrösel, fĂŒr die Form

Backzeit: ca. 1 Std. 15 Min. bei 175° Grad Ober- und Unterhitze. Kastenform gut einfetten und mit Semmelbröseln bestreuen.
Quelle: chefkoch.de

Schoko-Mandel-Kuchen

  • 225 g Sonnenblumenöl
  • 30 g Steviapulver
  • 3 EL Kakaopulver, ungesĂŒĂŸt
  • 2 TL Zimtpulver
  • 5 Eier (GrĂ¶ĂŸe M)
  • 75 g Mandeln, gemahlen
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Pck. Backpulver
  • 175 Mehl
  • 100 ml Milch

Backzeit: ca. 30 Min. bei 180° Grad Ober- und Unterhitze.
Quelle: chefkoch.de

Schokomuffins

  • 200g Naturjoghurt
  • 2 Eier
  • 3 EL Stevia-Extrakt (flĂŒssig)
  • 200 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Kakaopulver
  • 1 EL Rumaroma
  • 100g Schokostreusel

Backzeit: ca. 30 Min. bei 200° Grad Ober- und Unterhitze.
Quelle: chefkoch.de

Nuss-Apfelkuchen

  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 g Zucker
  • 125 g Margarine
  • 2 Eier
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • FĂŒr den Belag:
  • 500 g Äpfel (in dĂŒnne Scheiben geschnitten)
  • 250 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 4 Eier, davon das Eigelb
  • 4 Eier, davon das Eiweiß
  • 100 g Mehl
  • 1 Msp. Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 200 g HaselnĂŒsse, gemahlen

Backzeit: ca. 60 Min. bei 170° Grad Ober- und Unterhitze.
Quelle: chefkoch.de

🚀 Beliebte Hersteller


Stevia beliebte Hersteller

Auf der Suche nach geeigneten Stevia Produkten sollte man darauf achten, dass die Steviolglykoside von einem seriösen Hersteller stammen, der bei der Herstellung des SĂŒĂŸstoffes auf QualitĂ€t achtet.

Die folgenden Hersteller und Marken sind bei einer Vielzahl von Verbrauchern sehr beliebt und zeichnen sich durch gute Produkte aus.

Borchers

Hierbei handelt es sich um einen sehr zuverlĂ€ssigen Vertriebspartner fĂŒr diverse Feinkost und sogenannte Trendfoods. Daher bietet Borchers auch eine große Auswahl an internationalen SpezialitĂ€ten wie beispielsweise Stevia Produkte an.

Daforto

Auch die Daforto GbR aus Leipzig ist ein Vertrieb von steviahaltigen Produkten. Auf der Webseite des Unternehmens kann man sich zudem interessante Informationen zu Steviolglykosiden aneignen.

Natures Root

Natures Root ist ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen, das eine sehr vielfÀltige Produktpalette anbietet. Die Produkte zeichnen sich nicht nur durch eine nachhaltige Herstellung, sondern auch umweltfreundliche Verpackungen aus.

Steviago

Dieser Hersteller betont, dass bei der Produktion seiner Steviolglykoside ausschließlich reines Stevia Extrakt zum Einsatz kommt. Das beutetet, dass die Produkte von Steviago frei von anderen SĂŒĂŸ- oder FĂŒllstoffen sind.

Vita Natura

Das Unternehmen wurde im Jahr 1988 gegrĂŒndet und ist seit jeher ein inhabergefĂŒhrtes Familienunternehmen, das sich im Laufe der Jahre enorm weiterentwickelt hat. Bei der Entwicklung von Produkten greift Vita Natura auf Ergebnisse der ernĂ€hrungsmedizinischen Forschung.

âœ‹đŸ» Kaufkriterien


Stevia Kaufkriterien

Beim Kauf von Stevia gibt es einige Faktoren, die man grundlegend beachten sollte. Schließlich gibt es gerade im Internet eine sehr hohe Auswahl an verschiedenen Stevia Produkten, die nicht unbedingt alle gleichermaßen empfehlenswert sind.

Bewertungen

ZunÀchst kann man sagen, dass man zumindest beim Onlinekauf auf die Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte blicken kann. Dies kann enorm hilfreich sein, da man sich basierend auf der Erfahrung eines anderen KÀufers seine eigene Meinung bilden kann.

QualitÀt

Ein ganz grundlegender Faktor ist natĂŒrlich mit Abstand die QualitĂ€t sowie Verarbeitung des Stevias.

Diese kann man sowohl in den Bewertungen anderer Kunden als auch bei den Herstellerangaben ersehen. Man sollte sich zum Beispiel unbedingt fragen, in was fĂŒr einer Verpackung das Stevia verkauft wird.

Darreichungsform

Derzeit sind Steviolglykoside als FlĂŒssigkeit, Pulver, Granulat, Tabletten oder getrocknete BlĂ€tter erhĂ€ltlich. Die verschiedenen Formen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Erscheinung, sondern auch durch ihren Kaufpreis.

Anwendungsgebiet

ZusĂ€tzlich sollte man sich fragen, ob sich die Eigenschaften der jeweiligen Darreichungsform fĂŒr das eigene Vorhaben bzw. den Anwendungsbereich eignet oder ob man nicht doch lieber ein anderes Produkt verwenden will.

Steviolglykoside können prinzipiell zum SĂŒĂŸen von Gerichten, Speisen, GetrĂ€nken und zum Backen genutzt werden. FĂŒr jedes Gebiet eignet sich eine spezielle Darreichungsform von Stevia am meisten.

Preis

Der Preis scheint fĂŒr viele KĂ€ufer hĂ€ufig ein sehr ausschlaggebendes Kaufkriterium zu sein. Beim Kauf von Stevia sollte man jedoch unbedingt wissen, dass sich der Preis nach der Ergiebigkeit richtet.

Schließlich kann man mit lediglich hundert Gramm getrockneten SteviablĂ€ttern schon bis zu 1,5 Kilogramm herkömmlichen Zucker ersetzen. Daher zahlt man fĂŒr hundert Gramm Steviolglykoside durchschnittlich etwa zehn Euro.

Die Pulverform des SĂŒĂŸstoffes kostet in der Regel am meisten. Der Preis fĂŒr hundert Gramm kann bei dieser Darreichungsform bis zu zwanzig Euro betragen. DafĂŒr kann man mit 100 Gramm weißem Steviapulver bis zu fĂŒnf Kilogramm Zucker kompensieren.

Mit 100 Gramm der grĂŒnen Pulverform können lediglich bis zu 1,3 Kilogramm Zucker ersetzt werden. Bei Stevia Tabletten ist in der Regel mit einem Preis von etwa zwei Euro fĂŒr 100 Tabletten zu rechnen, die etwa 400 Gramm Zucker kompensieren können.

Außerdem lassen sich Tabletten viel besser dosieren. Zum Beispiel um einen Tee stets gleichmĂ€ĂŸig zu sĂŒĂŸen. FlĂŒssiges Stevia ist gerade bei Nutzern beliebt, die noch wenig Erfahrung mit Stevia Produkten haben.

Man kann hundert Milliliter Stevia schon fĂŒr fĂŒnf Euro kaufen und damit bis zu 2,5 Kilogramm Zucker ersetzen. Der Preis von Stevia Produkten hĂ€ngt also unter anderem enorm von ihrer Darreichungsform ab.

đŸ’” Wo kann man Stevia kaufen?


Stevia kaufen

Seit der Zulassung von Steviolglykoside in der EU können sie in zahlreichen lokalen GeschÀften wie Discountern oder DrogeriemÀrkten gekauft werden. Ansonsten bietet sich auch der Onlinekauf von Stevia an.

Die Vorteile des Onlinekaufes werden im Folgenden noch genauer erlĂ€utert. ZunĂ€chst folgt jedoch eine Übersicht der bekanntesten GeschĂ€fte und Onlineshops, die den SĂŒĂŸstoff in ihrem Sortiment anbieten:

  • dm
  • Rossmann
  • MĂŒller
  • Rewe
  • Edeka
  • Real
  • amazon.de

Online kaufen

Nicht umsonst erfreut der Onlinekauf an einer steigenden Beliebtheit, da man komfortabel von Zuhause aus und jederzeit seine Bestellungen aufgeben kann. Außerdem kann man durch hĂ€ufige Rabattaktionen oftmals einiges sparen.

DarĂŒber hinaus gibt es im Internet auch zahlreiche Vergleichsportale, die neben ĂŒbersichtlichen Vergleichstabellen auch sehr informative Ratgebertexte ĂŒber Steviolglykoside zur VerfĂŒgung stellen.

DarĂŒber hinaus hat man beim Onlinekauf eine enorm hohe Auswahl an verschiedenen Stevia Produkten. In Onlineshops kann man zudem auf die Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte von anderen KĂ€ufern blicken, was sehr hilfreich sein kann.

📋 Tests zu Stevia Produkten


Stevia Test

Stiftung Warentest

Im Jahr 2012 hat die Stiftung Warentest einen Test mit 16 Stevia Produkten durchgefĂŒhrt. Darunter fanden sich unter anderem SĂŒĂŸstofftabletten, Schokolade, KonfitĂŒren, Joghurts, GetrĂ€nke und Ketchup. [19]

Die PrĂŒfer der Stiftung Warentest haben bei dem Test untersucht, wie viel Steviolglykoside in den Produkten enthalten ist und ob sie mit ihren jeweiligen Werten die festgelegte Höchstmenge von Stevia ĂŒberschritten haben.

Das Ergebnis dieses Tests zeigt, dass nicht alle Produkte ausschließlich aus Steviolglykoside als SĂŒĂŸstoff enthalten. WĂ€hrend bei einigen Produkten die SĂŒĂŸe zu 100 Prozent aus Stevia stammt, wurden andere Produkte mit mehreren SĂŒĂŸstoffen kombiniert.

Wer an den detaillierten Testergebnissen zu den einzelnen Stevia Produkten interessiert ist, der sollte sich auf die Webseite der Stiftung Warentest begeben. [20]

Öko-Test

Am 23.02.2020 hat der Öko-Test einen Artikel mit dem Titel „Zuckerfreie ErnĂ€hrung: Tipps fĂŒr ein Leben ohne Zucker“ veröffentlicht. Darin gibt das Unternehmen hilfreiche Tipps, um den tĂ€glichen Konsum von Zucker zu reduzieren.

Der Öko-Test empfiehlt, dass man auf kalorienfreie SĂŒĂŸstoffe wie Erythrit und Stevia umsteigen kann. Von SĂŒĂŸstoffen wie Aspartam und Sorbit sollte man hingegen absehen, da sie im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.

Wer an dem Artikel interessiert ist, sollte sich auf die Webseite von Öko-Test begeben. [21]

Verbraucherzentrale

Auch die Verbraucherzentrale hat am 19.11.2019 einen interessanten Artikel zu verschiedenen SĂŒĂŸstoffen veröffentlicht. Darin wird betont, dass viele moderne Zuckeralternativen nicht natĂŒrlich und um einiges teurer als normaler Haushaltszucker sind.

So sind Erythrit, Birkenzucker und SteviasĂŒĂŸe nicht natĂŒrlich, sondern werden im Rahmen eines technologisch aufwendigen Prozesses hergestellt. Auch der Kaufpreis dieser Zuckerersatzstoffe ist in der Regel deutlich hoch.

Laut der Verbraucherzentrale sind keine der vermeintlich natĂŒrlichen oder als gesĂŒnder beworbenen Zuckeralternativen wirklich als SĂŒĂŸungsmittel und Ersatz fĂŒr den herkömmlichen Haushaltszucker zu empfehlen.

Eine Einsicht auf den gesamten Artikel wird auf der Webseite der Verbraucherzentrale geboten. [22]

đŸ€’ Kann Stevia auch Nebenwirkungen auslösen?


Wenn man sich an die empfohlene Tageshöchstdosis von 4 mg Stevia pro Kilogramm Körpergewicht hÀlt, dann ist in der Regel mit keinen Nebenwirkungen zu rechnen.

Sollte man diese Menge ĂŒberschreiten, so gibt es diesbezĂŒglich noch keine genauen Sicherheitsinformationen, weswegen man eine Überschreitung bestenfalls nicht in ErwĂ€gung ziehen sollte.

Gerade Diabetiker und Schwangere sollten besonders vorsichtig und verantwortungsvoll mit der Nutzung des SĂŒĂŸstoffes umgehen.

Eine Studie aus dem Jahr 2019 zeigt, dass Störungen der Darmflora mit der Einnahme von nicht-nahrhaften SĂŒĂŸungsmitteln wie Stevia in Verbindung stehen sollen. [23]

Außerdem legt die Studie ebenfalls nahe, dass die Einnahme von kalorienlosen SĂŒĂŸstoffen eine Glukoseintoleranz und Stoffwechselstörungen begĂŒnstigen könne. Doch grundsĂ€tzlich sind diese Nebenwirkungen unrealistisch, wenn kein ĂŒbermĂ€ĂŸiger Verzehr von Stevia erfolgt.

👉 Fazit


Prinzipiell sind Steviolglykoside durchaus als sicher zu erachten, da die strenge EU-Kommission sie ansonsten nicht innerhalb der EU zugelassen hĂ€tte. Außerdem hat Stevia im Gegensatz zu anderen SĂŒĂŸstoffen zumindest einen natĂŒrlichen Ursprung.

Trotzdem dĂŒrfen Steviolglykoside keineswegs als natĂŒrliche SĂŒĂŸstoffe mit Bio-QualitĂ€t bezeichnet werden.

Außerdem mĂŒssten die Hersteller von Stevia Produkten eine Vielzahl von Studien und schlĂŒssigen Belegen vorlegen, die mehr Gewissheit hinsichtlich der Wirkung von Steviolglykoside bei Diabetes und anderen gesundheitlichen Beschwerden liefern.

Wenn mögliche Nebenwirkungen des SĂŒĂŸstoffes genauer erforscht werden und Studien belegen könnten, dass Stevia auch bei einer höheren Dosis als 4 mg/kg unbedenklich ist, dann könnte die EFSA nach einem ausgiebigen Gutachten möglicherweise eine höhere Tageshöchstdosis festlegen.

Ansonsten sollte man Stevia recht sparsam im Alltag nutzen und bedenken, dass es etwa 300 Mal sĂŒĂŸer als Haushaltszucker ist. Deswegen muss man gerade beim Backen darauf achten, dass nicht zu viel des SĂŒĂŸstoffes genutzt wird.

Fragen & Antworten


Woher kommt die Stevia Pflanze? UrsprĂŒnglich stammt die Stevia Pflanze aus Paraguay in SĂŒdamerika. Von der indigenen Bevölkerung Paraguays und Brasiliens wird Stevia bereits seit Jahrhunderten als SĂŒĂŸstoff verwendet.
Wie viele Kalorien hat Stevia? Der SĂŒĂŸstoff enthĂ€lt null Kalorien und hat eine glykĂ€mische Last von null. Letzteres steht fĂŒr die Menge von aufgenommenen Kohlenhydraten und muss zusammen mit dem glykĂ€mischen Index (GI) betrachtet werden. Je niedriger der GI ist, desto weniger steigt der Blutzuckerspiegel an.
Welche Mengen an Zucker werden durch Stevia ersetzt? Eine Stevia Tablette ersetzt etwa vier Gramm Zucker, wohingegen ein Teelöffel von dunklem Stevia-Sirup nur zwei Gramm Zucker kompensieren kann. Ein Tropfen von klarem Stevia-Fluid steht fĂŒr ein Gramm Zucker und ein Teelöffel Steviosid-Pulver kann 50 Gramm Zucker ersetzen.
EnthĂ€lt Stevia auch Zucker? Stevia ist ein Gemisch aus Stoffen, die aus der Pflanze Stevia rebaudiana gewonnen werden. Der SĂŒĂŸstoff besteht hauptsĂ€chlich aus diversen Steviolglykosiden. Einige Hersteller mischen jedoch Stevia mit handelsĂŒblichem Zucker, um den Geschmack des SĂŒĂŸstoffs zu verbessern.
Wie schmeckt Stevia? Obwohl Stevia dreihundert Mal sĂŒĂŸer als gewöhnlicher Zucker ist, weist der SĂŒĂŸstoff dennoch eine leichte Bitternote auf, die an Lakritze erinnert. Der sĂŒĂŸe Geschmack tritt in der Regel erst verzögert ein und hinterlĂ€sst im Anschluss einen langen Nachgeschmack.
Was ist Stevia Pulver? Hierbei handelt es sich um das fertige Stoffgemisch aus Steviolglykosiden, die aus der Steviapflanze gewonnen werden. Das verzehrfertige Stevia Pulver Ă€hnelt optisch dem Haushaltszucker, aber ist etwa 300 Mal sĂŒĂŸer als dieser.
Was ist Stevia Granulat? Wer den Zuckerersatz beim Backen verwenden möchte, der sollte sich fĂŒr Stevia Granulat entscheiden, da es viel besser dosiert werden kann. Hierbei ist Stevia Granulat nicht anderes als eine kristalline Form des SĂŒĂŸungsmittels.