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Dieser tabellarische Vergleich dient lediglich als eine Übersicht von Produkten und sollte keineswegs mit einem professionell durchgefĂŒhrten Leinöl Test verwechselt werden, bei dem eine intensive PrĂŒfung sĂ€mtlicher Leinöle erfolgt.

DafĂŒr informieren wir zum Ende jedes Ratgebers ĂŒber externe Tests seriöser Instituten, Unternehmen und Verbraucherorganisationen. Wer sich fĂŒr unser Verfahren der Produktauswahl fĂŒr die Tabelle interessiert, der kann auf unsere Bewertungskriterien blicken.
Inhaltsverzeichnis +
Die wichtigsten Fakten
  • Leinöl ist ein pflanzliches Öl, das aus den Samen des Gemeinen Lein (Linum usitatissimum) gewonnen wird, die auch als Leinsamen bezeichnet werden. Das Öl zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an pflanzlichen Omega-3-FettsĂ€uren aus, der bei bis zu 71 Prozent liegen kann.
  • Typischerweise wird Leinöl zur Verfeinerung von kalten Mahlzeiten eingesetzt, als natĂŒrliche Holzpflege verwendet oder fĂŒr gesundheitliche Zwecke pur eingenommen. Es darf keineswegs stark erhitzt werden, da es einen niedrigen Rauchpunkt von nur 107 ℃ hat. [1]
  • Heutzutage wird Leinöl vor allem fĂŒr seine potentiell gesundheitsfördernde Wirkung geschĂ€tzt. Es kann den Körper mit essentiellen FettsĂ€uren versorgen, die sich wiederum laut einiger Erkenntnisse positiv auf die Herzgesundheit auswirken sollen.

🔎 Übersicht der oben aufgefĂŒhrten Produkte


#1: Byodo - kaltgepresstes Bio-Leinöl (2 x 250 ml Dosen)

 Byodo - kaltgepresstes Bio-Leinöl (2 x 250 ml Dosen) Byodo - kaltgepresstes Bio-Leinöl
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Das kaltgepresste Leinöl von Byodo weist Bio-QualitĂ€t auf und wird in Dosen aus Weißblech abgefĂŒllt. Der Vorteil von Weißblech ist, dass es ein viel geringeres Gewicht als Glas hat und sogar besser recycelt werden soll.

Außerdem wird durch die Dose ein optimaler Lichtschutz erzielt, was sich positiv auf die Haltbarkeit und QualitĂ€t des Leinöls auswirkt. Der Hersteller beschreibt sein Produkt als fein, mild und aromatisch.

Der Vorteil von Leinöl ist der hohe Anteil an Omega-3- und Omega-6-FettsĂ€uren, die sich positiv auf den Körper auswirken können. Dank der schonenden Kaltpressung, die unter Licht- und Luftausschluss erfolgt, wird eine hohe QualitĂ€t des Öles gewĂ€hrleistet.

Auch die zuvor erwÀhnte Zusammensetzung der FettsÀuren bleibt aufgrund des fortschrittlichen Herstellungsverfahren erhalten. Zudem zeichnet sich das Leinöl von Byodo durch die DLG Goldmedaille aus, die es im Jahr 2014 erhalten hat.

Vorteile

  • weist Bio-QualitĂ€t auf
  • stammt aus Kaltpressung
  • feiner nussiger Geschmack
  • zu 100 Prozent naturbelassen
  • eignet sich zum Verfeinern von Gerichten
  • lichtgeschĂŒtzte Verpackung aus Weißblech

Nachteile

  • teurer als herkömmliche Speiseöle
  • Deckel besteht aus Plastik
  • darf nicht erhitzt werden

#2: manako - kaltgepresstes Bio-Leinöl (100% rein)

manako - kaltgepresstes Bio-Leinöl (100% rein) manako - kaltgepresstes Bio-Leinöl
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Das kaltgepresste Leinöl von manako setzt sich aus gepressten Bio-Leinsamen zusammen, die sehr reich an ungesÀttigten FettsÀuren sind. Laut Produktangaben handelt es sich um ein Leinöl, das zu 100 Prozent frei von ZusÀtzen wie Konservierungsstoffen ist.

Durch die schonende und erste Kaltpressung bleibt ein hoher Anteil an Omega-3-FettsÀuren erhalten. Der Hersteller manako betont, dass das Leinöl aus einer erntefrischen Leinsaat gewonnen und tÀglich frisch hergestellt wird.

Deswegen soll das Öl sehr bekömmlich sein und angenehm nussig schmecken. Es setzt sich zu 57 Prozent aus LinolensĂ€ure, 18 Prozent ÖlsĂ€ure und 15 Prozent LinolsĂ€ure zusammen.

Da der Körper diese essenziellen Stoffe nicht selbst herstellen kann, können nur ĂŒber die Nahrung aufgenommen werden.

In den Produktangaben wird außerdem betont, dass der Geruch des Leinöles an Heu und NĂŒsse erinnert. Man kann das Öl zum Verfeinern von frischen Salatdressings oder Dips verwenden, aber es eignet sich keineswegs zum Braten.

In den Produktangaben wird der Verzehr von 10 bis 15 Millilitern tĂ€glich empfohlen. Zudem sollte man das Leinöl möglichst kĂŒhl und lichtgeschĂŒtzt lagern.

Vorteile

  • wurde schonend gefiltert
  • stammt aus erster Kaltpressung
  • gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis
  • ist reich an ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren
  • ist in einer hochwertigen Glasflasche abgefĂŒllt worden
  • die Leinsaat stammt aus einem kontrolliert biologischem Anbau

Nachteile

  • darf nicht erhitzt werden
  • unpraktischer Verschluss

#3: BIOMOND - kaltgepresstes Bio-Leinsamenöl (5 Flaschen å 250 ml)

BIOMOND - kaltgepresstes Bio-Leinsamenöl (5 Flaschen å 250 ml) BIOMOND - kaltgepresstes Bio-Leinsamenöl
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Der Hersteller BIOMOND bietet regulÀr drei Flaschen Bio-Leinsamenöl in einem Kaufumfang an, doch momentan wird das Angebot durch zwei weitere Flaschen erweitert, die als Geschenk an sÀmtliche Kunden anzusehen sind.

Aus den Produktangaben geht hervor, dass es sich stets um frisch gepresstes Leinöl aus der hauseigenen ÖlmĂŒhle OMEGA handelt. Unmittelbar nach dem Absetzen wird das Öl eingefroren, um die empfindlichen Omega-3-FettsĂ€uren zu erhalten.

Die Gewinnung des Leinöles erfolgt durch schonende und erste Kaltpressung, wodurch ein nussiges und bekömmliches Speiseöl entsteht. Laut Hersteller ist dieses Leinöl vom Umtausch ausgeschlossen.

Das native Leinöl wird zu 99,9 Prozent aus einer braunen Leinsaat hergestellt, die aus einem kontrolliert biologischen Anbau stammt. Zudem wird wird die Speiseleinsaat vor der Pressung mehrfach gereinigt.

Das Öl enthĂ€lt etwa 57 Prozent LinolensĂ€ure, 18 Prozent ÖlsĂ€ure und 15 Prozent LinolsĂ€ure. Es eignet sich zur Verfeinerung von Salaten, Marinaden und Dips. Man darf Leinöl jedoch auf keinen Fall erhitzen, sondern nur zum Abschmecken bereits gekochter Speisen einsetzen.

Die empfohlene Dosierung des Öles liegt bei 10 bis 15 Millilitern tĂ€glich.

Vorteile

  • milder Geschmack
  • gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis
  • ist schonend kaltgepresst worden
  • Öl befindet sich in hochwertigen Glasflaschen
  • Leinsaat stammt aus kontrolliert biologischem Anbau

Nachteile

  • eignet sich nicht fĂŒr hohe Temperaturen

#4: ÖlmĂŒhle Solling - kaltgepresstes Bio-Leinöl

ÖlmĂŒhle Solling - kaltgepresstes Bio-Leinöl ÖlmĂŒhle Solling - kaltgepresstes Bio-Leinöl
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Das Leinöl von ÖlmĂŒhle Solling wird aus einer erntereifen braunen Leinsaat gepresst, die aus einem kontrolliert ökologischen Anbau stammt. Es wird regelmĂ€ĂŸig und mĂŒhlenfrisch durch schonende Kaltpressung sowie Filtrierung gewonnen.

Der Geschmack des Leinöls wird als nussig und mild beschrieben. Das Öl wird direkt vom Hersteller verkauft. Die Kontrollen auf RĂŒckstĂ€nde im Öl erfolgt durch akkreditierte Fachlabore in Deutschland.

Außerdem sollte wissen, dass Leinöl vegan, gluten- und laktosefrei ist. Der Gehalt an Omega-3-FettsĂ€uren liegt bei 55 Prozent. Durch das schonende Herstellungsverfahren bleiben sowohl die wertvollen Inhaltsstoffe als auch der sortentypische und nussige Geschmack erhalten.

Da die Verarbeitung des Öles relativ schnell erfolgt, wird es weitestgehend vor Licht und Sauerstoff geschĂŒtzt. In den Produktangaben wird Leinöl vor allem zu Quark und Pellkartoffeln empfohlen. Die Haltbarkeit des Öles liegt bei lediglich acht Wochen.

Um das vorzeitige Verderben des Leinöls zu verhindern, sollte man es im KĂŒhlschrank lagern und möglichst schnell aufbrauchen. Die empfohlene Tagesdosierung liegt laut Hersteller bei einem Esslöffel.

Vorteile

  • nussiger Geschmack
  • weist Bio-QualitĂ€t auf
  • wird in Deutschland hergestellt
  • passt besonders zu MĂŒsli, Quark und Salat
  • befindet sich in einer hochwertigen Glasflasche

Nachteile

  • darf nicht zum Braten eingesetzt werden

#5: Feine WĂŒrze - kaltgepresstes SpreewĂ€lder Leinöl

Feine WĂŒrze - kaltgepresstes SpreewĂ€lder Leinöl Feine WĂŒrze - kaltgepresstes SpreewĂ€lder Leinöl
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Das Leinöl des Herstellers Feine WĂŒrze ist sehr reich an essentiellen Omega-3-FettsĂ€uren und ĂŒbertrifft diesbezĂŒglich sogar Fischöl um das Zehnfache. Das Öl wird mittels schonender Kaltpressung gewonnen.

Bei dem Herstellungsprozess werden maximal Temperaturen zwischen 35 bis 39 °C erreicht. Der Hersteller betont, dass es sich um ein Naturprodukt handelt, dass nicht gefiltert wird und frei von Zusatzstoffen sowie Gentechnik ist.

SĂ€mtliche Schweb- und TrĂŒbstoffe bleiben daher in dem ungefilterten Leinöl enthalten. Es sollte unter keinen UmstĂ€nden erhitzt werden, da ansonsten die wichtigsten Komponenten des Öles zerstört werden können.

Dazu zĂ€hlen neben den essentiellen Omega-3-, Omega-6 und Omega-9-FettsĂ€uren auch Gerb- und Bitterstoffe. In den Produktangaben wird hervorgehoben, dass sich das Leinöl als Bestandteil einer ausgewogenen ErnĂ€hrung anbietet und fĂŒr Diabetiker geeignet ist.

Das Öl kann sowohl pur verzehrt als auch zum AnrĂŒhren von Dips, Salaten und anderen kalten Mahlzeiten genutzt werden. Die schonende Herstellung des Leinöles erfolgt unter geringem Druck und direkt auf einem SpreewĂ€lder Hof.

Die Leinsaat stammt aus der Dorfgemeinschaft Sellendorf und geht aus einer schonenden Landwirtschaft hervor. Der Hersteller Feine WĂŒrze betont, dass die Auslese der Saat in Handarbeit erfolgt und kein chemisches oder manuelles Filterverfahren zum Einsatz kommt.

Deswegen erhÀlt man ein unbehandeltes und natives Leinsamenöl, das eine hohe QualitÀt aufweist.

Vorteile

  • stammt aus Deutschland
  • naturbelassen und kaltgepresst
  • befindet sich in brauner und lichtgeschĂŒtzte Glasflasche
  • ist ungefiltert und enthĂ€lt daher TrĂŒb- und Schwebestoffe
  • wird zur Lieferung mit umweltschonender Holzwolle umhĂŒllt

Nachteile

  • kein Bio-Produkt
  • hat einen Plastikdeckel

#6: Sanus Natura - Bio-Leinöl in 1000 ml Glasflasche

Sanus Natura - Bio-Leinöl in 1000 ml Glasflasche Sanus Natura - Bio-Leinöl in 1000 ml Glasflasche
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Das frische Leinöl von Sanus Natura stammt aus eigener Herstellung und wird in zwei separaten Glasflaschen geliefert, die jeweils 500 Milliliter beinhalten. Die Leinsaat stammt aus einem kontrolliert biologischen Anbau und enthÀlt einen hohen Anteil an essentiellen FettsÀuren.

Das Öl wird mittels schonender Kaltpressung und unter geringem Druck gewonnen. WĂ€hrend des Herstellungsprozesses werden keine höheren Temperaturen als 40 °C erreicht. Die Pressung erfolgt unter einer SchutzatmosphĂ€re, da das Öl sehr empfindlich auf Sauerstoff reagiert.

Daher weist das Leinöl einen hohen Anteil an Omega-3- und Omega-6-Fettsauren auf. FĂŒr eine möglichst lange Haltbarkeit sollte man es weitestgehend kĂŒhl und trocken lagern. Der Anbieter empfiehlt, dass man das Öl innerhalb von drei Monaten verzehrt.

Aufgrund der vorteilhaften Zusammensetzung der FettsÀuren wird Leinöl gerne in eine bewusste und ausgewogene ErnÀhrung integriert.

Vorteile

  • weist Bio-QualitĂ€t auf
  • reich an Omega-3 und Omega-6 FettsĂ€uren
  • wird durch schonende Kaltpressung gewonnen
  • befindet sich in einer hochwertigen Braunglasflasche

Nachteile

  • darf nicht erhitzt werden

#7: Alnatura - kaltgepresstes Bio-Leinöl (6 x 250 ml)

Alnatura - kaltgepresstes Bio-Leinöl (6 x 250 ml) Alnatura - kaltgepresstes Bio-Leinöl
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Das Leinöl von Alnatura stammt aus einer biologischen Landwirtschaft und umfasst einen Kaufumfang von sechs Flaschen å 250 Milliliter. Der Geschmack wird in den Produktangaben als nussig und leicht bitter beschrieben.

Das Öl ist aufgrund des schonenden Herstellungsverfahren sehr reich an ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren. Wegen der kurzen Haltbarkeit, die bei etwa vier bis sechs Wochen liegt, sollte man es regelmĂ€ĂŸig verwenden und kĂŒhl sowie trocken lagern.

Es darf unter keinen UmstĂ€nden erhitzt werden und kann zur Neutralisierung des bitteren Geschmacks auch mit anderen Ölen kombiniert werden. Die Verfeinerung von Quark und Kartoffeln bietet sich ebenfalls sehr an.

Vorteile

  • weist Bio-QualitĂ€t auf
  • ist in Glasflaschen abgefĂŒllt worden
  • Flaschen haben einen praktischen Ausgießer
  • wird mittels schonender Kaltpressung hergestellt

Nachteile

  • darf nicht erhitzt werden
  • leicht bitterer Geschmack

#8: Rapunzel - natives Bio-Leinöl

Rapunzel - natives Bio-Leinöl Rapunzel - natives Bio-Leinöl
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Das Leinöl von Rapunzel zeichnet sich durch Bio-QualitĂ€t aus und kann pur oder zum Verfeinern von Quark, grĂŒnen Smoothies, Salaten und anderen kalten Mahlzeiten verwendet werden. Die Verarbeitung des Öles erfolgt unter dem sogenannten OXYGUARDÂź-Verfahren.

Hierbei wird die Leinsaat schonend unter Ausschluss von Luft und Licht kaltgepresst. Zudem wird auf starken Druck und hohe Temperaturen verzichtet, sodass die Inhaltsstoffe der Ölsaat wĂ€hrend des Herstellungsprozesses erhalten bleiben.

Durch einen lichtundurchlĂ€ssigen Karton wird das Leinöl bis zum Öffnen konsequent geschĂŒtzt. Das Leinöl enthĂ€lt wertvolle essentielle FettsĂ€uren, die lebensnotwendig fĂŒr den menschlichen Körper sind und lediglich ĂŒber die Nahrung aufgenommen werden können.

Das Unternehmen Rapunzel besteht schon seit 1974 und verfolgt das Ziel, möglichst vielen Menschen gesunde Lebensmittel anbieten zu können. Mit einem breiten Sortiment aus etwa 600 vegetarischen Bio-Produkten sollte fĂŒr jeden etwas Passendes dabei sein.

Vorteile

  • hochwertige Glasflasche
  • wird schonend kaltgepresst
  • milder und nussiger Geschmack
  • wird in einer Glasflasche abgefĂŒllt
  • Leinsaat stammt aus biologischem Anbau

Nachteile

  • kostet mehr als andere Leinöle
  • kann nicht zum Braten verwendet werden

🌍 Herkunft des Gemeinen Lein


Herkunft des Gemeinen Lein

Der Gemeine Lein (Linum usitatissimum) ist eine Pflanze, die in Ägypten heimisch sein soll. Aus ihren ölhaltigen und reifen Samen wird Leinöl gewonnen. Der vermeintliche Ursprung der Pflanze konnte jedoch nie eindeutig geklĂ€rt werden, da sie auf der ganzen Welt verbreitet ist.

Sie wird auch als Saat-Lein oder Flachs bezeichnet und ist eine alte Kulturpflanze, die nicht nur zur Öl-, sondern auch zur Fasergewinnung angebaut wird. Der Gemeine Lein gehört zur Gattung der Lein und zur Familie der LeingewĂ€chse. [2]

Von den etwa 250 verschiedenen Lein-Arten hat lediglich der Anbau des Gemeinen Lein eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. Mittlerweile wird Lein in weiten Teilen Europas, SĂŒdamerikas, Asiens und in einigen Teilen der Vereinigten Staaten kultiviert. [3]

Sowohl die Leinsamen als auch Leinöl werden von vielen Menschen gerne fĂŒr gesundheitliche Zwecke eingesetzt. DarĂŒber hinaus fungiert Leinöl ebenfalls als ideale und natĂŒrliche Pflege fĂŒr Echtholz.

📜 Inhaltsstoffe von Leinöl


Inhaltsstoffe von Leinöl

Die ölhaltigen Leinsamen sind reich an Omega-3-FettsĂ€uren, die auch als  Î±-LinolensĂ€ure oder ALA bekannt sind. DarĂŒber hinaus enthalten sie phenolische Verbindungen (Lignane), Proteine, Ballaststoffe, Fasern und wichtige Mineralien wie Calcium, Magnesium und Phosphor. [4]

In Leinöl sind nur 9 Prozent gesÀttigte, 18 Prozent einfach ungesÀttigte und 73 mehrfach ungesÀttigte FettsÀuren enthalten. Von den mehrfach ungesÀttigten Omega-3-FettsÀuren macht die α-LinolensÀure etwa 45 bis 71 Prozent und die LinolsÀure 12 bis 24 Prozent aus. [5]

Der Gehalt an einfach ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren geht mit durchschnittlich 17 bis 23,5 Prozent auf ÖlsĂ€ure zurĂŒck. Einige Untersuchungen legen nahe, dass ÖlsĂ€ure eventuell gegen entzĂŒndliche Erkrankungen wirken kann. [6]

Etwa 1 bis 10 Prozent der aufgenommenen Alpha-LinolensĂ€ure (ALA) werden im Körper zu den höherwertigen Omega-3-FettsĂ€uren EicosapentaensĂ€ure (EPA) und DocosahexaensĂ€ure (DHA) umgewandelt, die wiederum in Lipide (Fette) gewandelt werden. [7]

Diese FettmolekĂŒle sollen sich positiv auf die Entwicklung des Gehirns, der Augen und des Nervensystems auswirken. Auch das Risiko fĂŒr einen erhöhten Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Herzerkrankungen oder GedĂ€chtnisschwund soll gesenkt werden. [7]

Übrigens enthĂ€lt Leinöl auch einen Vitamin E (Tocopherole) Gehalt von 1,2 Milligramm pro 100 Gramm. Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin und Antioxidans, das die sogenannten freien und zeltschĂ€digenden Radikale im Körper neutralisieren soll. [8]

Das fettlösliche Vitamin soll den Körper nicht nur vor der zellschĂ€digenden Wirkung freier Radikale schĂŒtzen, sondern auch die Immunfunktion stĂ€rken und die Bildung von Gerinnseln in Herzarterien vorbeugen. [9]

Doch der Anteil von Vitamin E in Leinöl ist zu gering, um den Tagesbedarf zu decken. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung empfiehlt fĂŒr Erwachsene tĂ€glich 15 mg Vitamin E, das unter anderem auch in Sonnenblumenöl, Mandeln, ErdnĂŒssen, Avocados und KĂŒrbissen enthalten ist.

đŸ„Ł Herstellung


Herstellung von Leinöl

Um verzehrbares und hochwertiges Leinöl zu gewinnen, wird allein das Herstellungsverfahren der Kaltpressung angewandt. Heißgepresste Leinöle, die mit chemischen Lösungsmitteln behandelt und raffiniert werden, sind meistens nur fĂŒr technische Zwecke ausgelegt.

Kaltpressung

Bei diesem Herstellungsverfahren wird die Leinsaat, die idealerweise aus einem biologischem Anbau stammen sollte, mit einer Schneckenpresse gepresst. Das bedeutet, dass die Saat mittels Schneckenwalze durch einen Presszylinder gedrĂŒckt wird.

Dies erfolgt in der Regel unter einem relativ geringen Druck, bei dem eine maximale Temperatur von bis zu 40 °C erreicht wird. Durch die geringe Temperatur werden die empfindlichen FettsÀuren nicht beschÀdigt.

Außerdem erfolgt die Pressung in der Regel unter einer sogenannten SchutzatmosphĂ€re, bei der das Öl nicht in Kontakt mit Licht und Sauerstoff gerĂ€t. Stattdessen wird entweder reiner Stickstoff oder reines Kohlendioxid verwendet, um den Sauerstoff vom Leinöl fernzuhalten. [10]

Leinöl kann durch Sauerstoff nĂ€mlich sehr schnell oxidieren und entsprechend bitter werden. Deswegen entscheiden sich die meisten Hersteller von Leinöl fĂŒr eine Kaltpressung unter Sauerstoffausschluss.

Nachdem das Öl gepresst wurde, werden die Schwebstoffe meistens entfernt. Wobei es auch einige Hersteller gibt, die ihr kaltgepresstes Leinöl vollkommen naturbelassen abfĂŒllen und nicht filtrieren.

đŸ¶ Wirkung von Leinöl


Bisher hat sich die Forschung vor allem auf Leinsamen spezialisiert, doch es gibt mittlerweile auch einige Untersuchungen und Studien, die vielversprechende Ergebnisse im Hinblick auf die Wirkung von Leinöl zeigen.

Im Folgenden wird vor allem die Möglichkeit erlĂ€utert, dass Leinöl als pflanzliche Quelle fĂŒr essentielle Omega-3-FettsĂ€uren dienen kann. Bislang zĂ€hlte nĂ€mlich vor allem Seefisch zu den Lebensmitteln, die einen sehr hohen Gehalt an essentiellen Omega-3-FettsĂ€uren aufweisen.

Die in Seefisch enthaltenen Omega-3-FettsĂ€uren sollen sich bekanntermaßen positiv auf die Herzgesundheit auswirken. Eine Studie an der UniversitĂ€t von Jena zeigte, dass auch pflanzliche Öle wie Leinöl das Potential haben, eine gute Quelle fĂŒr eine Ă€hnliche FettsĂ€ure zu sein.

In Leinöl sind nĂ€mlich hohe Anteile an α-LinolensĂ€ure enthalten, die Ă€hnlich wie die Omega-3-FettsĂ€uren aus Fischen aufgebaut ist. Vor der Studie in Jena wurde der positive Effekt von α-LinolensĂ€ure fĂŒr einen langen Zeitraum lediglich in tierischen Laborversuchen untersucht.

Seit einiger Zeit ist jedoch bekannt, dass geringe Mengen der aufgenommenen α-LinolensÀure im Körper eines Menschens zu den aktiven Omega-3-FettsÀuren namens EicosapentaensÀure (EPA) und DocosahexaensÀure (DHA) umgewandelt werden. [11]

GrundsĂ€tzlich sind Omega-3-FettsĂ€uren essentiell fĂŒr die körperliche Gesundheit und werden auch hĂ€ufig mit einer entzĂŒndungshemmenden Wirkung in Verbindung gebracht. Außerdem sollen sie laut einiger Forscher die Herzgesundheit verbessern und das Gehirn vor frĂŒhzeitiger Alterung schĂŒtzen. [12, 13, 14]

Studie zur Wirkung auf die Blutzucker- und Blutdruckwerte

Die ErnĂ€hrungswissenschaftlerin Melanie Köhler hat eine klinische Studie zu Leinöl an der UniversitĂ€t Jena durchgefĂŒhrt und erhielt dafĂŒr sogar den Alpro-Foundation Award des Jahres 2013.

Die beteiligten Forscher wollten unter anderem beweisen, dass pflanzliche Omega-3-FettsĂ€uren eine gute alternative Quelle fĂŒr essentielle Fette sind, die eine vergleichbar vorteilhafte Wirkung auf den Körper haben können, wie die in Seefischen enthaltenen Omega-3-FettsĂ€uren.

Hinsichtlich der Tatsache, dass die Meere immer leergefischter werden, ist dieser Forschungsansatz auch sehr wertvoll gewesen. Auch Fische aus Aquakulturen stellen keine Lösung fĂŒr das Problem der ĂŒberfischten Meere dar.

Schließlich enthalten Fische aus Aquakulturen bedeutend weniger FettsĂ€uren als Fische aus WildfĂ€ngen. Außerdem könnten auch Veganer und Vegetarier von Leinöl als pflanzliche Quelle fĂŒr Omega-3-FettsĂ€uren profitieren.

Zudem wollten die Wissenschaftler zeigen, dass Alpha-LinolensÀure bei Patienten, die sich im Vorstadium des metabolischen Syndroms befinden, ebenfalls einen positiven Einfluss auf erhöhte Blutfette und Bluthochdruck nehmen kann.

Das sogenannte metabolische Syndrom ist nichts anderes als ein Sammelbegriff fĂŒr unterschiedliche Krankheiten und Risikofaktoren, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen fĂŒhren können.

Darunter fallen beispielsweise Übergewicht, Bluthochdruck, ein erhöhter Blutzuckerspiegel sowie ein gestörter Fettstoffwechsel. [15]

An der Studie von Melanie Köhler nahmen neun MĂ€nner und zehn Frauen teil, die ĂŒber einen Zeitraum von acht Wochen tĂ€glich zwei Esslöffel pures Leinöl einnahmen. WĂ€hrend der Studie war ihnen der Verzehr von Fisch absolut untersagt.

Es stellte sich heraus, dass im Blut der Probanden doppelt so viele Omega-3-FettsÀuren als vor der Studie nachgewiesen werden konnten. Auch die Blutdruck- und Blutfettwerte konnten gesenkt werden, wobei die genauen Werte nicht veröffentlicht wurden. [16, 17]

🧬 Eigenschaften


Herstellung von Leinöl

Leinsamenöl soll laut zahlreicher Behauptungen und sogar einiger Untersuchungen eine potentiell gesundheitsfördernde Wirkung auf den Körper haben. Doch viele Annahmen zu der Wirksamkeit des Öls mĂŒssen weiter erforscht und wissenschaftlich belegt werden.

Trotz der möglicherweise vorteilhaften Eigenschaften von Leinöl sollte es nicht im Übermaß verzehrt werden. Bereits 10 bis 15 Milliliter Leinöl pro Tag sind vollkommen ausreichend. Diese Menge entspricht etwa zwei bis drei Teelöffeln.

Folgende Eigenschaften sind typisch fĂŒr frisches und hochwertiges Leinöl:

  • kann entzĂŒndungshemmend sein [16]
  • Rauchpunkt bereits ab 107 ℃
  • nussiger und milder Geschmack
  • goldgelbe Farbe bei kaltgepresstem Öl
  • enthĂ€lt etwa 90% ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren
  • ist geöffnet lediglich vier bis sechs Wochen haltbar

💡 Verwendung von Leinöl


Verwendung von Leinöl

Leinöl erfreut sich derzeit an einer großen Beliebtheit, da es laut einiger Untersuchungen wohl gesundheitliche Vorteile haben kann. Man kann das Öl sowohl innerlich als auch Ă€ußerlich anwenden. Viele Menschen nehmen tĂ€glich sogar ein bis zwei Teelöffel pures Leinöl ein.

Die folgenden Anwendungsgebiete von Leinöl sind lediglich eine Zusammenfassung fĂŒr die mögliche Verwendung des Öles. Ob Leinöl tatsĂ€chlich die Gesundheit positiv beeinflussen kann, muss durch weitere Forschungsarbeiten und Studien wissenschaftlich belegt werden.

Wer unter ernsthaften Beschwerden leidet, der sollte sich deswegen vor einer Selbstmedikation mit dem Öl unbedingt an einen Arzt wenden.

FĂŒr die Haut

Leinöl soll sich wohl positiv auf empfindliche Haut auswirken. In einer kleinen Studie mit nur 13 Probandinnen wurde die Wirkung des Öls auf die Haut getestet. HierfĂŒr haben die Frauen tĂ€glich Leinöl fĂŒr einen Zeitraum von 12 Wochen zu sich genommen.

Das Ergebnis zeigt, dass sich die Hautfeuchtigkeit der Teilnehmerinnen signifikant verbessert hat. Zudem nahm die Empfindlichkeit, Rauheit und Schuppenbildung bei den Teilnehmerinnen erheblich ab. Die FlĂŒssigkeitszufuhr und die GlĂ€tte der Haut konnten insgesamt erhöht werden. [17]

DarĂŒber hinaus wurde auch eine Tierstudie durchgefĂŒhrt, die zu Ă€hnlich positiven Ergebnissen fĂŒhrte. In dieser Studie hat man MĂ€usen mit Dermatitis fĂŒr drei Wochen lang gewisse Mengen an Leinöl zugefĂŒhrt.

Zum Ende der Studie konnte festgestellt werden, dass das Öl zu einer Verringerung der Rötungen, Schwellungen und des Juckreiz fĂŒhren konnte. [18]

Bisher zeigen derzeitige Studien zu Leinöl also, dass die Einnahme des Öls zu einer verbesserten Hautfeuchtigkeit fĂŒhren kann. Ferner liefern Tierstudien auch Hinweise darauf, dass Leinöl bei Hauterkrankungen wie Dermatitis helfen kann.

Es sind jedoch weitere Untersuchungen und Studien erforderlich, um die Wirkung von Leinöl auf empfindliche Haut genauer zu untersuchen.

FĂŒr die Herzgesundheit

In einigen Studien konnte festgestellt werden, dass Leinsamenöl einen sehr positiven Einfluss auf die Herzgesundheit nehmen kann. Denn Leinöl zeichnet sich durch seinen besonders hohen Gehalt an Alpha-LinolensÀure aus.

Alpha-LinolensĂ€ure gehört zu den essentiellen Omega-3-FettsĂ€uren, die der Körper nicht selbst herstellen und nur ĂŒber die Nahrung aufnehmen kann. Laut einiger ErnĂ€hrungswissenschaftler sollen diese FettsĂ€uren zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. [19]

Eine Studie hat herausgefunden, dass die tÀgliche Einnahe von 15 Millilitern Leinöl innerhalb eines Zeitraums von 12 Wochen besser zu einem niedrigeren Blutdruck verhelfen kann als die Einnahme von Distelöl. [20]

Dies kann sehr vorteilhaft sein, wenn man bedenkt, dass ein stĂ€ndig hoher Blutdruck eine große Belastung fĂŒr das Herz darstellen kann.

DarĂŒber hinaus soll Leinöl auch zu elastischeren Arterien verhelfen, was wahrscheinlich auf den hohen Gehalt der pflanzlichen Omega-3-FettsĂ€uren zurĂŒckzufĂŒhren ist. Bei regelmĂ€ĂŸiger Einnahme des Öls kann die Konzentration von Omega-3 im Blut signifikant erhöht werden. [21]

Außerdem wurde in zwei weiteren Untersuchungen bewiesen, dass Omega-3-FettsĂ€uren entzĂŒndungshemmend sowie blutdrucksenkend wirken können und aufgrund dessen vorteilhaft fĂŒr die Herzgesundheit sein können. [22, 23]

Wer jedoch unter ernsthaften Beschwerden leidet, der sollte sich vor einer möglichen Selbstmedikation mit Leinöl unbedingt an seinen Hausarzt wenden. Trotz der genannten Untersuchungen und Studienergebnisse kann Leinöl keine Therapie oder Medikamente ersetzen.

FĂŒr die Verdauung

Wer hĂ€ufig unter Darmbeschwerden wie Verstopfung oder Durchfall leidet, der kann eventuell die Einnahme von Leinöl erwĂ€gen. In einer Tierstudie mit MĂ€usen wurde nĂ€mlich erkannt, dass Leinöl sowohl abfĂŒhrend als auch gegen Durchfall wirken kann. [24]

In einer anderen Studie, die ebenfalls die Wirkung von Leinöl auf die Verdauung untersucht hat, nahmen 50 Dialysepatienten teil, die an Verstopfung litten. Sie erhielten zur Behandlung ihrer Verstopfung entweder Leinsamenöl, Olivenöl oder Mineralöl.

Nach vier Wochen kam es bei den Patienten, die Leinöl erhielten, zu einer verbesserten Stuhlkonsistenz und hĂ€ufigerem Stuhlgang. Laut der Studienergebnisse ist die Wirksamkeit von Leinöl diesbezĂŒglich aber mit Oliven- und Mineralöl gleichzustellen. [25]

Die bisherigen Untersuchungen zur Wirkung von Leinöl auf die Verdauung scheinen recht vielversprechend zu sein. Dennoch handelt es sich um Tierstudien oder Studien, an denen Menschen mit spezifischen Erkrankungen teilgenommen haben.

Deswegen kann man diese Ergebnisse vielleicht nicht zwingend auf die Allgemeinheit ĂŒbertragen. Daher sind weitere Studien und Untersuchungen erforderlich, um die Wirksamkeit des Öls fĂŒr die Allgemeinheit bewerten zu können.

Gegen EntzĂŒndungen

Leinöl enthĂ€lt durchschnittlich etwa 45 bis 71 Prozent Alpha-LinolensĂ€uren, die im Körper zu höherwertigen Omega-3-FettsĂ€uren umgewandelt werden. Laut ErnĂ€hrungswissenschaftlern weisen Omega-3-FettsĂ€uren unter anderem eine entzĂŒndungshemmende Wirkung auf. [26]

In einer Studie konnte erkannt werden, dass Leinöl zu einer Reduzierung der EntzĂŒndungen bei ĂŒbergewichtigen Menschen fĂŒhren konnte. [27]

Laut einiger Behauptungen soll Leinöl in seiner entzĂŒndungshemmenden Wirkung Ă€hnlich wie Olivenöl sein. Auch eine Tierstudie hat herausgefunden, dass Leinsamenöl stark entzĂŒndungshemmende Eigenschaften haben kann. [28]

Es scheint als könne die Wirkung von Leinöl unterschiedlich bei Menschen ausfallen. Es sind daher weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um die tatsĂ€chliche Wirksamkeit des Öls bei EntzĂŒndungen bestĂ€tigen zu können.

Als Holzpflege

Eine Behandlung mit Leinöl kann bei Holz sehr sinnvoll sein, um die Maserung des Materials zu intensiveren. Außerdem wird das Holz dank des Öls auch vor Feuchtigkeit geschĂŒtzt, da es sehr tief eindringen kann.

Bevor man das Holz einölt, sollte man es zunĂ€chst sehr fein abschleifen, sodass eine glatte OberflĂ€che entsteht. Das spĂ€tere Ergebnis ist von der GlĂ€tte der OberflĂ€che abhĂ€ngig, weswegen man diesen Schritt nicht ĂŒberspringen sollte.

Danach sollte man das Leinöl bis kurz unter seinen Rauchpunkt von 107 ℃ erwĂ€rmen, damit es dĂŒnnflĂŒssiger wird. Denn dĂŒnnflĂŒssiges sowie warmes Öl lĂ€sst sich um einiges leichter auftragen und zieht sogar schneller ein.

Um die schĂŒtzende Wirkung des Leinöls zu verstĂ€rken, kann man mehrere dĂŒnne Schichten auftragen. Dies kann solange erfolgen, bis das Holz kein weiteres Öl mehr aufnehmen kann. Zwischen den aufgetragenen Schichten sollte man das Öl gut einziehen lassen.

Wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist, dann sollte man das Holz etwa zwei Wochen vollstĂ€ndig durchtrocknen lassen. Erst nach dieser Zeitspanne kann man das Werk- oder MöbelstĂŒck wieder benutzen.

Man sollte bedenken, dass die Gefahr der SelbstentzĂŒndung fĂŒr Materialien besteht, die in natĂŒrlichem Öl getrĂ€nkt wurden. Daher sollte man TĂŒcher, Papiere, Lappen, Pinsel oder Rollen nach der Anwendung des Leinöls grĂŒndlich mit Wasser und Seife auswaschen.

Alternativ kann man sie auch fĂŒr einige Zeit in Wasser legen. Wenn etwas von dem erwĂ€rmten Leinöl ĂŒbrig bleiben sollte, dann sollte man dies nicht mehr fĂŒr den Verzehr verwenden.

đŸ„„ Richtige Dosierung von Leinöl


GrundsĂ€tzlich ist Leinöl ein sicheres Öl, das bei einem normalen Verzehr kaum Nebenwirkungen birgt. Dennoch sollte man sich natĂŒrlich an die empfohlene Verzehrmenge halten, da eine zu hohe Aufnahme der enthaltenen α-LinolensĂ€ure nicht zu empfehlen ist.

Wer unter bestimmten gesundheitlichen Beschwerden leidet oder regelmĂ€ĂŸig Medikamente einnimmt, sollte sich vor der tĂ€glichen Einnahme von Leinöl lieber an seinen Arzt wenden.

Man kann das Öl entweder pur verzehren oder zum Verfeinern von kalten und fertig zubereiteten Speisen nutzen. Typischerweise gibt man das Öl auf MĂŒslis, Salate, Quark, Joghurt oder bereits gekochte Suppen.

Der nussige Geschmack kann auch zu selbstgepressten Smoothies passen. Leinöl darf jedoch unter keinen UmstÀnden zum Braten, Kochen oder Backen genutzt werden, da es aufgrund des hohen Gehalts an mehrfach ungesÀttigten FettsÀuren einen niedrigen Rauchpunkt hat.

Bei Menschen

Das Bundeszentrum fĂŒr ErnĂ€hrung empfiehlt eine tĂ€gliche Einnahme von maximal ein bis zwei Teelöffeln Leinöl pro Tag. Mit dieser Menge erreicht man nĂ€mlich die empfohlene Tageszufuhr von Alpha-LinolensĂ€ure (kurz: ALA).

Aus einer geringen Menge dieser aufgenommenen pflanzlichen Omega-3-FettsÀuren kann der menschliche Körper die wirksamen langkettigen Omega-3-FettsÀuren EicosapentaensÀure (EPA) und DocosahexaensÀure (DHA) bilden.

Diese Omega-3-FettsÀuren kommen auch in Seefischen wie Hering, Lachs, Makrele und Tunfisch vor. [29]

Bei Pferden

Einige Pferdebesitzer mischen Leinöl in das Futter ihrer Pferde, um die Haut und das Fell der Tiere zu pflegen. Außerdem kann das Öl eine ideale Versorgung mit essentiellen Omega-3-FettsĂ€uren schaffen und soll wohl auch die Verdauung des Pferdes fördern.

Zudem kann eine Optimierung des Energiestoffwechsels ohne Eiweißbelastung erzielt werden. FĂŒr ausgewachsene Pferde (500 kg) empfehlen die Hersteller solcher Produkte 50 Milliliter pro Tag. Bei Jung- und Kleinpferden genĂŒgen hingegen schon 25 Milliliter tĂ€glich.

Sollte es sich um ein Leistungspferd (500 kg) handeln, dann besteht ein erhöhterer Energiebedarf, weswegen man tÀglich 250 Milliliter bis 500 Milliliter in das Futter mischen kann. Hierbei entspricht der Energiegehalt von 300 Millilitern Leinöl etwa einem Kilogramm Hafer. [30]

Sicherheitshalber sollte man sich jedoch vor der Anwendung und Dosierung des Leinöls lieber bei einem Tierarzt erkunden.

Bei Hunden

Auch einige Hundebesitzer reichern das Futter ihrer Haustiere mit wertvollen Omega-3-FettsĂ€uren an. HierfĂŒr wird oftmals Fischöl genutzt, doch mittlerweile entscheiden sich einige Besitzer auch fĂŒr Leinöl.

Obwohl die VertrĂ€glichkeit von Leinöl bei Hunden in der Regel relativ gut ist, sollte man seinem Tier nicht zu viel verabreichen. Maximal zwei Teelöffel Leinöl können fĂŒr einen Hund ab 30 Kilogramm schon vollkommen genĂŒgen.

FĂŒr kleinere Hunde unter dieser Gewichtsklasse sollte man hingegen nur einen Teelöffel verwenden. Um eine mögliche Überdosierung zu vermeiden, sollte man sich diesbezĂŒglich ebenfalls lieber an einen Tierarzt wenden und dort um Rat fragen.

đŸ™‡đŸŒâ€â™‚ïž Tipps zur Lagerung, zum Verzehr und anderen Darreichungsformen


Tipps zur Lagerung, zum Verzehr und anderen Darreichungsformen

Es folgen nun drei hilfreiche Tipps und Hinweise, die man bezĂŒglich Leinöl kennen sollte. FĂŒr eine möglichst lange Haltbarkeit und Vermeidung von Oxidation kommt es auf die richtige Lagerung des Leinöls an.

DarĂŒber hinaus sollte man unbedingt den beliebten Dip aus Quark und Leinöl probieren, der sehr gut zu Kartoffeln passt und ein traditionelles Gericht aus dem Lausitz ist. [31]

Außerdem kann man neben Leinöl auch andere Darreichungsformen wie Leinsamen oder Leinöl Kapseln konsumieren.

Tipp #1: Richtige Lagerung des Öls

Der ideale Lagerort fĂŒr Leinöl ist der KĂŒhlschrank, in dem es dunkel und kĂŒhl ist. Ungeöffnete Leinöle kann man auch in das Gefrierfach legen und bis zur Anwendung einfrieren. Da Öl eine andere Dichte als Wasser aufweist, dehnt es sich nicht in der Glasflasche aus.

Dadurch kann man die Haltbarkeit eines ungeöffneten Öles um bis zu sechs Monate verlĂ€ngern. Zum Auftauen sollte man das Leinöl in den KĂŒhlschrank legen. Nach Anbruch sollte man Leinöl möglichst zeitnah aufbrauchen, da es schnell oxidieren und ungenießbar werden kann.

Tipp #2: Leinöl mit Quark und Kartoffeln essen

Dieses typische Gericht soll seinen Ursprung im Lausitz finden und sehr schmackhaft sein. Man benötigt lediglich folgende Zutaten:

  • Leinöl
  • Sahne- oder Magerquark
  • Kartoffeln
  • evtl. Schnittlauch
  • evtl. Pfeffer
  • evtl. Salz

Nachdem man die Kartoffeln wie gewĂŒnscht zubereitet hat, gibt man sie zusammen mit dem Quark auf einen Teller. Den Quark kann man zum Beispiel mit Schnittlauch sowie etwas Salz und Pfeffer verfeinern.

Anschließend gibt man eine kleine Menge des Leinöls auf den Dip. Je nach Belieben kann man das Leinöl auch in kleine PortionsschĂ€lchen fĂŒllen, sodass jeder selbst das Öl auf den Quark oder die Kartoffeln verteilen kann.

Der selbstgemachte Dip aus Quark und Leinöl passt ĂŒbrigens auch sehr gut zu GemĂŒse.

Tipp #3: Andere Darreichungsformen von Leinöl

Neben Leinöl bietet der Markt mittlerweile auch Leinöl Kapseln an, die man leichter als das pure Öl einnehmen kann. Wer den nussigen Geschmack von Leinöl also nicht bevorzugt und dennoch an die Wirkung des Öls glaubt, kann auf leinölhaltige Kapseln zurĂŒckgreifen.

Ein weiterer Vorteil der Kapseln ist, dass sie genau dosiert und oftmals etwas gĂŒnstiger als pures Leinöl sind. Außerdem kann man durch die Einname von Leinöl Kapseln eine gleichbleibende Aufnahme des Öls gewĂ€hrleisten.

Viele Hersteller solcher Kapseln achten sogar auf eine vegane und glutenfreie KapselhĂŒlle, sodass sie auch von Veganer, Vegetariern oder Personen, die an Zöliakie leiden, eingenommen werden können.

Abgesehen davon, kann man auch Leinsamen verzehren. Die Samen der Leinpflanze sind sowohl geschrotet als auch ungeschrotet erhĂ€ltlich. Laut zahlreicher Behauptungen sind sie förderlich fĂŒr die Verdauung und schmecken angenehm nussig.

Wer sich fĂŒr die Einnahme von Leinsamen entscheidet, sollte laut Umweltbundesamt nicht mehr als 20 Gramm der Samen pro Tag aufnehmen. Denn in Leinsamen ist hĂ€ufig ein erhöhter Gehalt an Cadmium enthalten. [32]

Außerdem setzen sie sich auch aus einem geringen Anteil an BlausĂ€ure zusammen. Doch auch das Bundeszentrum fĂŒr ErnĂ€hrung betont, dass bei einer maximalen Einnahme von zwei Esslöffeln Leinsamen keine schĂ€dlichen Auswirkungen zu erwarten sind. [33]

đŸ€” Hat Leinöl auch Nebenwirkungen?


Prinzipiell sind bei der normalen Verzehrmenge von maximal zwei Teelöffeln Leinöl kaum Nebenwirkungen bekannt. Erst bei der tÀglichen Einnahme von 30 g Leinöl, in dem etwa 6 Gramm α-LinolensÀure enthalten wÀren, kann es zu Magen- und Darmbeschwerden kommen. [34]

Außerdem können einige Personen eventuell allergisch auf Leinsamen reagieren, weswegen man dies gerade als Allergiker bei der ersten Einnahme des Öls bedenken sollten. [35]

Schwangere oder stillende Frauen sollten von der Einnahme des Leinöls lieber absehen. Es gibt zwar keine Hinweise darauf, dass Leinöl eine negative Wirkung auf das Ungeborene haben kann, aber es gibt auch keine eindeutigen Belege fĂŒr den vorteilhaften Einfluss des Öls.

Außerdem sollte man wissen, dass Leinöl den Abbau von Medikamenten beeinflussen kann. Bei einer zu hohen Einnahme des Öls soll sogar die Aufnahme von Medikamenten ĂŒber die Schleimhaut beeintrĂ€chtigt werden.

Man sollte Medikamente grundsÀtzlich nicht zusammen mit Leinöl einnehmen, sondern mindestens eine Stunde warten. Pro Tag sollte man nicht mehr als zwei Teelöffel Leinöl einnehmen.

Wer zum Beispiel regelmĂ€ĂŸig Medikamente zur BlutverdĂŒnnung oder fĂŒr andere Zwecke einnimmt, der sollte sich vor der regelmĂ€ĂŸigen Einnahme von Leinöl sicherheitshalber unbedingt an seinen Hausarzt wenden.

💰 Kaufkriterien


Kaufkriterien von Leinöl

Wer auf der Suche nach einem hochwertigen Leinöl ist und einen Fehlkauf vermeiden möchte, der kann auf die folgenden Kaufkriterien blicken. Das Angebot an verschiedenen Leinölen ist nĂ€mlich so groß, dass man sehr schnell den Überblick verlieren kann.

Herstellungsverfahren

Die meisten Leinöle, die zum Verzehr angeboten werden, sind kaltgepresst. Bei diesem Herstellungsverfahren wird auf den Einsatz von hoher Hitze verzichtet, damit die wertvollen FettsÀuren nicht zerstört werden.

Eine Besonderheit bei der Herstellung von Leinöl ist auch, dass sie unter Ausschluss von Sauerstoff erfolgt. Das Öl reagiert nĂ€mlich aufgrund des hohen Gehalts an ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren sehr empfindlich auf Sauerstoff.

Manche Hersteller nutzen fĂŒr die Herstellung ihres Öles sogar das Oxyguard-Verfahren, bei dem das Leinöl bei der Herstellung sogar vor Lichteinfluss geschĂŒtzt ist. Daher sollte man beim Kauf des Öles darauf achten, ob der Hersteller genauere Angaben zu dem Herstellungsverfahren macht.

Reinheit

Wer sich fĂŒr den Kauf eines Leinöls entscheidet, der sollte unbedingt auf die Liste der Inhaltsstoffe blicken. Einige Leinöl-Produkte sind nĂ€mlich auch mit anderen Ölen gemischt, was den Gehalt der pflanzlichen Omega-3-FettsĂ€uren verringern könnte.

Wenn man den Studienergebnissen der ErnĂ€hrungswissenschaftlerin Melanie Köhler von der UniversitĂ€t Jena vertraut, dann zeichnet sich Leinöl gerade durch diese wertvollen FettsĂ€uren aus, weswegen man beim Kauf auf die Reinheit des Öles achten sollte.

Bio-QualitÀt

Dieses Kaufkriterium ist sehr bedeutsam, wenn man auf der Suche nach einem hochwertigen Leinöl ist. Viele Anbieter entscheiden sich fĂŒr eine Leinsaat aus biologischem Anbau. Dies kommt nĂ€mlich nicht nur den Konsumenten, sondern auch der Umwelt zugute.

„Suchen Sie immer nach einem biologischem, kapgepresstem und nicht raffiniertem Leinsamenöl, damit Sie sich sicher sein können, dass das Produkt frei von Pestiziden und Toxinen ist.“, erklĂ€rt Dr. Francis Pitsilis, die als erfahrene Ärztin in Neuseeland tĂ€tig ist.

Schließlich muss in einer reinen Bio-Landwirtschaft strengstens auf den Einsatz von schĂ€dlichen Pestiziden verzichtet werden. Auch bei der anschließenden Pressung und Verarbeitung werden keine chemische ZusĂ€tze oder andere bedenkliche Stoffe eingesetzt.

Kurzum sind die Richtlinien bei der Herstellung von Bio-Leinöl also viel strenger als bei Ölen aus konventionellem Anbau. Der nachhaltige Anbau und die schonende Herstellung wirken sich sowohl auf die QualitĂ€t als auch auf den Kaufpreis eines Bio-Leinöls aus.

Doch wer ein hochwertiges Pflanzenöl wie Leinöl verwenden und davon profitieren möchte, der sollte durchaus etwas mehr darin investieren.

Geschmack

Den Geschmack eines Öles kann man vor dem Kauf natĂŒrlich nicht prĂŒfen, aber beim Onlinekauf kann man zumindest auf die Kundenbewertungen von anderen KĂ€ufer blicken. Denn der Geschmack von Leinsamenöl ist ein wichtiges Indiz fĂŒr QualitĂ€t.

Frisches Leinöl weist einen angenehm milden sowie nussigen Geschmack auf, der keineswegs bitter ist. Aufgrund des hohen Gehalts an mehrfach ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren kann das Öl jedoch bei falscher Herstellung oder langer Lagerung schnell ranzig werden.

Durch die Oxidation des Öles kann dann ein bitterer Geschmack entstehen, der nicht gerade angenehm ist. Deswegen sollte man ranzig oder sehr bitter schmeckendes Leinöl nicht verzehren, sondern es höchstens zur Holzpflege nutzen oder artgerecht entsorgen.

Zusatzstoffe

Naturprodukte wie Leinöl, die keine ZusÀtze enthalten, sind viel empfindlicher und können entsprechend schneller verderben. Daher kann es auch Anbieter von Leinöl geben, die ihr Produkt mit bestimmten Konservierungsstoffen anreichern.

Auf solche Produkte sollte man jedoch verzichten und sich lieber fĂŒr ein naturbelassenes Leinöl entscheiden. Gerade fĂŒr Allergiker oder empfindliche Personen können unnatĂŒrliche Zusatzstoffe keineswegs empfehlenswert sein.

Haltbarkeit

Wie bereits erwĂ€hnt, hat naturbelassenes Leinöl eine sehr kurze Haltbarkeit und sollte deswegen richtig gelagert und schnell konsumiert werden. Beim Kauf des Öls sollte man darauf achten, dass es ungeöffnet etwa fĂŒnf bis sechs Monate haltbar ist.

Falls ein Hersteller eine viel lĂ€ngere Haltbarkeit verspricht, kann es sich entweder um eine Fehlinformation oder ein mit Konservierungsstoffen angereichertes Leinöl handeln. Nach dem Öffnen sollte man Leinöl ĂŒbrigens innerhalb von vier bis sechs Wochen aufbrauchen.

Durch den schnellen und regelmĂ€ĂŸigen Verzehr kann man einen unangenehmen Geschmack des Öles vermeiden. Der optimale Lagerort von Leinöl sollte möglichst kĂŒhl, trocken und dunkel sein.

Im KĂŒhlschrank oder Gefrierfach kann man das Öl ideal unterbringen und sogar die Haltbarkeit verlĂ€ngern. Selbst wenn man Leinöl in das Gefrierfach legt und es einfriert, besteht kein Grund zur Sorge, dass die Glasflasche platzt.

Denn Öl dehnt sich bei KĂ€lte nicht aus. Außerdem kann bei gefrorenem Leinöl keine Oxidation stattfinden. Dadurch kann sich die Haltbarkeit um bis zu sechs Monate verlĂ€ngern. Zum Auftauen und anschließenden Verwenden sollte man das Öl unbedingt in den KĂŒhlschrank stellen.

Verpackung

Leinöl zĂ€hlt zu den Speiseölen, die am empfindlichsten auf Licht, Hitze und Sauerstoff reagieren. Die Verpackung des Öles ist also immens wichtig, um die QualitĂ€t möglichst lange aufrecht zu erhalten.

Deswegen sollte man sich fĂŒr ein Leinöl entscheiden, dass in einer dunklen Glasflasche oder einer hochwertigen Dose aus Weißblech gelagert wird. Dadurch wird ein optimaler Schutz vor Lichteinstrahlung gewĂ€hrleistet.

Der Vorteil an Glasflaschen ist, dass man sie nach dem Aufbrauchen des Öles auch weiterhin fĂŒr andere Zwecke wiederverwenden kann.

Flaschenöffnung

Damit ein Leinöl auch wĂ€hrend der Nutzung weitestgehend geschĂŒtzt ist, sollte man sich fĂŒr ein Produkt mit einer möglichst kleinen Öffnung bzw. einen sogenannten Springdosierer entscheiden. Dadurch ist der Kontakt mit Sauerstoff um einiges geringer.

Außerdem ermöglicht die kleine Flaschenöffnung eine prĂ€zise und einfache Dosierung des Leinöls, was natĂŒrlich ein zusĂ€tzlicher Vorteil sein kann.

📍 Wo kann man Leinöl kaufen?


Leinöl kaufen

Aufgrund der hohen Beliebtheit des Öles wird es mittlerweile in DrogeriemĂ€rkten, Discountern, Apotheken und ReformhĂ€usern verkauft. DarĂŒber hinaus kann man das Öl natĂŒrlich auch in unzĂ€hligen Onlineshops kaufen.

Apotheke

In Apotheken wird Leinöl in Form von Speiseöl oder Kapseln angeboten. Letzteres bietet sich vor allem fĂŒr diejenigen an, die den Geschmack des Öles vielleicht nicht mögen. Doch pures Leinöl ĂŒberzeugt in der Regel mit einer höheren QualitĂ€t.

Rossmann

Der Drogeriemarkt Rossmann verkauft das kaltgepresste Bio-Leinöl seiner Eigenmarke „enerBIO“. Der Kaufpreis dieses Öles liegt bei nur 1,99 Euro.

Aus den Kundenbewertungen und der Produktbeschreibung geht hervor, dass das Öl einen bitteren Geschmack aufweist und aus einer Nicht-EU-Landwirtschaft stammt.

dm

Auch dm bietet das kaltgepresste Bio-Leinöl seiner Eigenmarke „dmBio“ fĂŒr einen Preis von 1,95 Euro an. Es stammt zwar zumindest aus einer EU-Landwirtschaft, aber weist laut der Rezension einer KĂ€uferin wohl ebenfalls einen bitteren Geschmack auf.

MĂŒller

In MĂŒller wird das Leinöl von Alnatura fĂŒr einen Preis von 1,99 Euro verkauft. Dieses Öl wurde im Jahr 2015 von der Stiftung Warentest sogar mit der Note „gut“ geehrt.

Edeka

Edeka verkauft das native Leinöl von „Edeka Bio“, das eine Eigenmarke des Discounters ist. Der Kaufpreis wird auf der Webseite von Edeka nicht genannt und außerdem geht aus den Hinweisen zu dem Produkt hervor, dass es möglicherweise nicht in allen Edeka MĂ€rkten erhĂ€ltlich ist.

Netto

In Netto ist das native Leinöl von „BioBio“ erhĂ€ltlich und kostet lediglich 1,79 Euro. Bei BioBio handelt es sich um eine Eigenmarke von Netto, die mittlerweile ĂŒber 400 Lebensmittel anbietet, die den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung entsprechen.

Rewe

Rewe bietet das kaltgepresste Leinöl seiner Eigenmarke „REWE Bio“ an. Es kostet 2,99 und stammt ursprĂŒnglich aus Frankreich. Aus den Produktangaben geht hervor, dass es einen leichten und nussigen Geschmack aufweist.

Reformhaus

Selbst ReformhĂ€user bieten naturbelassene Bio-Leinöle an. Im Reformhaus-Onlineshop wird beispielsweise das Omega Leinöl von „Dr. BudwigÂŽs“ verkauft, das von Öko-Test mit der Note „sehr gut“ geehrt wurde. Der Kaufpreis dieses Öls liegt bei 11,90 Euro.

Onlinekauf

Im Internet ĂŒbertrifft die Auswahl an verschiedenen Leinölen das Sortiment aller lokalen GeschĂ€fte. Doch beim Onlinekauf hat man nicht nur ein viel grĂ¶ĂŸeres Angebot, sondern auch eine ĂŒbersichtlichere Darstellung von Produkten.

Dadurch kann man verschiede Öle gut miteinander vergleichen und sich fĂŒr ein ansprechendes Leinöl entscheiden. DarĂŒber hinaus kann man sich im Internet auch ausgiebig ĂŒber das Öl informieren und interessante Informationen durchlesen.

Wenn man sich fĂŒr ein Leinöl entschieden hat, dann kann man es sich ganz einfach nach Hause liefern lassen. Bei Unzufriedenheit können einige Hersteller sogar eine Geld-zurĂŒck-Garantie anbieten.

📋 Tests zu Leinöl


Leinöl Test

Bevor man sich fĂŒr den Kauf eines bestimmten Leinöles entschließt, kann man sich im Internet nach Testergebnissen von vertrauenswĂŒrdigen Unternehmen, Instituten oder Organisationen umsehen, um einen Fehlkauf zu vermeiden.

Stiftung Warentest

Im August des Jahres 2015 hat die Stiftung Warentest einen wissenswerten Artikel mit Testergebnissen zu Gourmet-Ölen veröffentlicht. Darin wurde fast jedes zweite Öl mit der Note „mangelhaft“ bewertet.

In dem Test wurden insgesamt sechs kaltgepresste und hochwertig erscheinende Leinöle getestet. Durch den hohen Gehalt an Omega-3-FettsÀuren ist Leinöl zwar sehr gesund, aber gleichzeitig auch höchst empfindlich.

Schon nach einem Tag kann sich ein bitterer Geschmack entwickeln, der zum Beispiel mit Quark neutralisiert werden kann. Auch in Salaten, Dips oder in MĂŒslis kann Leinöl vermengt werden. Es darf jedoch keineswegs erhitzt werden.

Von den sechs getesteten Leinölen schnitt lediglich das Bio-Leinöl von Alnatura mit der Note „gut“ ab. Die Stiftung Warentest betont, dass es das einzige Öl im Test war, dass keine Geschmacksfehler aufwies und nur wenig Schadstoffe enthielt.

Die Bio-Leinöle von Rewe und Aldi-Nord wiesen einen untypischen Geruch und Geschmack fĂŒr Leinöl auf. Der Geschmack beider Öle soll nĂ€mlich an Ă€therische Öle und Tanne erinnern, wobei das Leinöl von Rewe zusĂ€tzlich stichig-modrig gewesen sein soll.

Die Leinöle von „Kunella“ und „Neuco Linosan“ hĂ€tten laut der Stiftung Warentest sogar gar nicht verkauft werden dĂŒrfen, weil sie einen zu hohen Gehalt an krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) aufwiesen.

Außerdem wird auf der Flasche von Kunella angegeben, dass es sich um einen „Genuss aus der Spreewaldregion“ handelt. Auf Nachfrage der Stiftung Warentest hat der Anbieter hingegen mitgeteilt, dass die Leinsaat aus Kasachstan stammt.

Die Verbraucherorganisation empfiehlt, dass man Leinöl möglichst schnell aufbrauchen sollte, da es aufgrund seiner Empfindlichkeit sehr schnell ranzig werden kann. Selbst im ungeöffneten Zustand sind Leinöle nur wenige Monate haltbar. [36]

Öko-Test

Auch Öko-Test hat einen Bericht und Testergebnisse zu 20 vermeintlich hochwertigen Ölen veröffentlicht. Der Bericht ist im Oktober 2014 erschienen und hat sich neben Leinöl auch mit Arganöl, Traubenkernöl und KĂŒrbiskernöl beschĂ€ftigt.

Die Testergebnisse der eigentlich edlen Öle werden als enttĂ€uschend und ernĂŒchternd beschrieben. Die Kriterien fĂŒr den Test beliefen sich auf den möglichen Schadstoffgehalt, die QualitĂ€t und die geschmacklichen Eigenschaften der Öle.

Bei nahezu jedem Öl konnten gewisse Anteile an Mineralöl, Weichmachern oder PAKÂŽs zu einem Abzug in der Endnote fĂŒhren. Vor allem Bio-Produkte waren von einem relativ hohen Gehalt an Weichmachern betroffen.

Obwohl der Aufnahme dieser schĂ€dlichen Stoffe bei einer normalen Verzehrmenge weit unterhalb der Toleranzwerte bleiben, hat Öko-Test dies streng bewertet. In dem Leinöl von „Neuco Linosan“ konnte ein höherer Benzo(a)pyren Wert nachgewiesen werden als erlaubt ist.

Öko-Test betont, dass diese Verbindung zu den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gehört, die fĂŒr den Menschen krebserregend, erbgutschĂ€digend und fortpflanzungsgefĂ€hrdend sein können. [37]

Verbraucherzentrale Bayern

Die Verbraucherzentrale Bayern hat einen kurzen Artikel bzw. eine sehr ausfĂŒhrliche Antwort zu einer Frage bezĂŒglich Leinöl beantwortet. Mit der Frage hat sich eine Person darĂŒber erkundigt, in welcher Preisklasse ein gesundheitlich hochwertiges Leinöl zu finden ist.

Die Verbraucherzentrale Bayern erlĂ€utert, dass man bereits ab fĂŒnf bis sechs Euro pro 250 Milliliter ein hochwertiges Bio-Leinöl aus deutschen MĂŒhlen erhalten kann. Der genaue Endpreis sei von der Absatzmenge und -struktur der jeweiligen ÖlmĂŒhe abhĂ€ngig.

DarĂŒber hinaus wird in der Antwort zu der Frage erklĂ€rt, dass man frisches Leinöl hauptsĂ€chlich an einem nicht bitteren Geschmack erkennt. Wenn das Öl jedoch mit Licht und Luft in Kontakt kommt, oxidiert es recht zeitnah und kann entsprechend ranzig werden.

Deswegen sollte man geöffnetes Öl möglichst schnell aufbrauchen. Die Lagerung sollte unter kĂŒhlen und dunklen UmstĂ€nden erfolgen. Je nach Bedarf kann man Leinöl sogar fĂŒr einige Wochen gefrieren.

Zum Schluss der Antwort gibt es einen Verweis zu dem aussagekrĂ€ftigen Test zu Speiseölen von Öko-Test, der in diesem Ratgeber bereits erlĂ€utert wurde. [38]

Bundeszentrum fĂŒr ErnĂ€hrung (BZfE)

Das Bundeszentrum fĂŒr ErnĂ€hrung hat einen Artikel mit hilfreichen Hinweisen zu Speisefetten und -ölen veröffentlicht. Darin wird mitgeteilt, dass Öle wie Leinöl sehr rech an mehrfach ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren sind und deswegen schnell ranzig werden können.

Deswegen sollte man vor allem Leinöl lieber im KĂŒhlschrank lagern. DarĂŒber hinaus macht das BZfE deutlich, dass kaltgepresste und native Speiseöle nicht erhitzt werden dĂŒrfen. Sie eignen sich lediglich zur Verfeinerung von kalten Gerichten.

NĂ€here Informationen zu Speiseölen und -fetten gibt es auf der Webseite des Bundeszentrums fĂŒr ErnĂ€hrung. [39]

đŸ€·đŸ»â€â™€ïž Erfahrungen mit Leinöl


Viele Anwenderinnen und Anwender machen positive Erfahrungen mit kaltgepresstem und naturbelassenem Leinöl. Zu der positiven Erfahrung trÀgt nicht nur der angenehm nussige Geschmack, sondern auch die vorteilhafte FettsÀurezusammensetzung bei.

Wer keinen Fisch ist, der kann in Leinöl eventuell eine ideale pflanzliche Quelle fĂŒr Omega-3-FettsĂ€uren finden. Diese essentielle FettsĂ€uren sind auch fĂŒr ihre entzĂŒndungshemmende und sanft lipidsenkende Wirkung bekannt. [40, 41, 42]

Doch wer seinen Cholesterinspiegel wirklich senken möchte, der sollte neben der Einnahme von Leinöl auch auf eine gesunde ErnĂ€hrung mit viel frischem Obst und GemĂŒse achten, da diese reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind.

Der Körper benötigt diese NĂ€hrstoffe dringend fĂŒr sĂ€mtliche StoffwechselvorgĂ€nge wie zum Beispiel den Fettstoffwechsel. Die in Obst und GemĂŒse enthaltenen Ballaststoffe tragen unter anderem auch zur Bindung und Ausscheidung von ĂŒberschĂŒssigem Cholesterin bei. [43]

âœđŸ» Fazit


Leinöl ist ein eine gute Quelle fĂŒr Omega-3-FettsĂ€uren und zeichnet sich durch einen angenehm nussigen Geschmack aus. Man kann es entweder pur einnehmen oder zum Verfeinern von Salaten einsetzen. [44]

Es ist reich an essentiellen FettsĂ€uren, die wiederum zur Linderung von EntzĂŒndungen und Senkung des Cholesterinspiegels beitragen können. Die regelmĂ€ĂŸige Einnahme von Leinöl kann also recht vorteilhaft sein, zumal Nebenwirkungen nur sehr selten und meistens mild sind.

Wer es innerlich anwendet, der sollte darauf achten, dass er die empfohlene Tagesdosierung von ein bis zwei Teelöffel einhĂ€lt. Auch die Ă€ußerliche Anwendung zur Pflege der Haare, Haut oder von Holzmöbeln kann sehr empfehlenswert sein.

Fragen & Antworten


FĂŒr was ist Leinöl gut? Leinöl ist ein Pflanzenöl, das sehr reich an ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren wie Alpha-LinolsĂ€ure ist. Daher wird es von vielen Menschen fĂŒr gesundheitliche Zwecke gerne pur eingenommen. Aufgrund seines niedrigen Rauchpunktes darf man Leinöl jedoch nicht zum Braten nutzen.
Wie gesund ist Leinöl? Leinöl ist als ein sehr wohltuendes Speiseöl anzusehen, da es hohe Mengen an Omega-3-FettsĂ€uren beinhaltet, die essentiell fĂŒr den Körper sind und nur ĂŒber die Nahrung aufgenommen aufgenommen werden können.
Ist Leinöl entzĂŒndungshemmend? Aufgrund des Omega-3-FettsĂ€uregehaltes soll die regelmĂ€ĂŸige Einnahme von Leinöl nachweislich zur Reduzierung von EntzĂŒndungen beitragen. Doch die entzĂŒndungshemmende Wirkung kann bei jedem unterschiedlich stark ausfallen, weswegen weitere Untersuchungen erforderlich sind.
Kann Leinöl Cholesterin senken? In einigen Studien zeigte sich, dass die tĂ€gliche Einnahme von Leinöl zur Reduzierung des LDL-Cholesterins beitragen kann. Es ist auch als „schlechtes“ Cholesterin bekannt und fĂŒhrt zu einer GefĂ€ĂŸverkalkung, wodurch wiederum das Risiko fĂŒr Herzinfarkte und SchlaganfĂ€lle erhöht wird.
Wie nimmt man Leinöl ein? Man kann Leinöl entweder pur aufnehmen oder es zur Verfeinerung von kalten Speisen wie Salaten, Quark oder fertig zubereiteten Kartoffeln nutzen. Es sollte auf keinen Fall zum Braten eingesetzt werden, da es einen niedrigen Rauchpunkt von nur 107 ℃ hat.
Wie viel Leinöl darf man am Tag einnehmen? Die empfohlene Höchstmenge von Leinöl liegt bei 10 bis 15 Millilitern pro Tag. Obwohl Leinöl ein vorteilhaftes Speiseöl ist, sollte man diese Menge nicht ĂŒberschreiten. Denn mit einem Esslöffel kann ein Erwachsener bereits seinen Tagesbedarf an Omega-3-FettsĂ€uren decken.
Wie lange ist Leinöl haltbar? Kaltgepresste und naturbelassene Leinöle sind im geschlossenen Zustand nur fĂŒnf bis sechs Monate haltbar. Geöffnet sollte man sie innerhalb vier bis sechs Wochen aufbrauchen. FĂŒr eine möglichst lange Haltbarkeit sollte man das Öl trocken, kĂŒhl und dunkel im KĂŒhlschrank lagern.
Wann ist Leinöl nicht mehr verwendbar? Da Leinöl sehr empfindlich auf Sauerstoff reagiert, kann es schnell verderben. Man erkennt ranziges und nicht mehr frisches Leinöl an einem bitteren sowie leicht fischigem Geschmack. Auch ein unangenehmer Geruch kann ein deutliches Indiz fĂŒr verdorbenes Öl sein.

Über den Autor

Author - Ideal Syka Ideal Syka 📬

Ideal interessiert sich bereits seit seiner Jugend fĂŒr das Programmieren sowie fĂŒr die Erstellung von Grafiken und Content. DarĂŒber hinaus beschĂ€ftigt er sich gerne mit den Naturwissenschaften Biologie, Physik und Mathematik.

Dieses Vergleichsportal wurde von ihm zusammengestellt und soll anderen bei dem Vergleich von Produkten helfen. Außerdem soll jeder Ratgeber eine verstĂ€ndliche Informationsquelle sein, die wichtige Fakten und Hinweise zu einem jeweiligen Produkt liefert.

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